Erzwungene Geständnisse sollen spätere Hinrichtung ermöglichen

Veröffentlicht auf Persian2English am 31. Januar 2010
Quelle (Persisch): Human Rights and Democracy Activists in Iran
Referenziert von Freedom Messenger
Übersetzung Persisch-Englisch: Banoo Sabz, Persian2English
Quelle (Englisch): http://persian2english.com/?p=5513
Übersetzung Englisch-Deutsch: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben


Nach Angaben von Human Rights and Democracy Activists in Iran (HRDAI) haben Sicherheitsagenten in der Nacht vor der Hinrichtung von Arash Rahmanipour und Mohammad Reza Ali Zamani (ein Video mit) deren falsche Geständnisse gezeigt, um das Verbrechen (der Hinrichtung zweier Gefangener) zu rechtfertigen. In dem Video wurden auch vier andere Gefangene, die gefoltert worden waren, zu Geständnissen gezwungen.

Die vier Gefangenen, die Ende Oktober 2009 verhaftet worden waren, sind Mahmoud Dolatabadi, Mehdi Saeidi, Abaas Vali Khani und Borzu Kamrani.

Sie befinden sich seit Ende Oktober in Einzelhaft und wurden von Sicherheitsagenten körperlich und seelisch gefoltert. Ihnen wurde zugesagt, nach Ablegung der falschen Geständnisse und Zahlung einer Summe von 30.000 US$ freigelassen zu werden.

Berichten zufolge zwangen die Agenten die Gefangenen, die falschen Geständnisse abzulegen. Sie mussten jedes Wort genau einhalten und sich beim Sprechen auf ihren Gesichtsausdruck konzentrieren. Die Gefangenen wurden vom Sicherheitspersonal geschminkt, um die Geständnisse möglichst natürlich wirken zu lassen.

Der Zweck der falschen Geständnisse war, eine Grundlage dafür zu schaffen, die politischen Gefangenen wegen Moharebeh (Kriegführung gegen Gott) anklagen und sie später hinrichten zu können. Mit den Hinrichtungen soll die iranische Zivilgesellschaft eingeschüchtert werden.

HRDAI verurteilt die Hinrichtungen und hat die Hohe Menschenrechtskommission (der UN) und andere internationale Organisationen gebeten, auf ein sofortiges Treffen mit der UN-Sicherheitskommission zu drängen und eine Entscheidung über die Beendigung der unmenschlichen Verbrechen in Iran zu erwirken.

HRDAI hat den Bericht am 29. Januar 2010 an folgende Organisationen gesandt:

* [UN] High Commissioner for Human Rights
* European Commission on Human Rights
* Amnesty International
* Human Rights Watch

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