Iran 2009: Eine Präsidentschaftswahl, hunderte verhaftete Journalisten (Teil 2)

"Die Medien - der 4. Pfeiler der Demokratie"

von Masih Alinejad
Jaras, 26. Juli 2011 –  Unmittelbar nach der Präsidentschaftswahl von 2009 begann eine Welle von Massenverhaftungen, die sich zunächst gegen politische Aktivisten und Medienschaffende richtete und später auch auf studentische Aktivisten, Akademiker, Künstler, Schauspieler und ganz normale Bürger übergriff, die gegen den Ausgang der Wahl protestierten. Gleichzeitig brüsteten sich Präsident Ahmadinejad und Mohammad Javad Larijani [der Chef des Menschenrechtsrates der iranischen Justiz, d. Übers.] vor internationalen Kameras damit, dass “niemand in Iran verhaftet wird, weil er oder sie journalistisch arbeitet oder seine/ihre Meinung äußert.”

(Dieser Bericht unterliegt ständigen Aktualisierungen, da noch immer Namen und Informationen zusammengetragen werden).

Teil 1 des Berichts

55. Noushin Jafari
Die 22jährige Journalistin, die im Kunst- und Literaturressort der Zeitung E’temad arbeitete, wurde im Februar 2010 in ihrer Wohnung verhaftet, obwohl sie nach Auskunft ihrer Familie nicht politisch aktiv war. Nach einem Monat Gefängnis wurde sie gegen Kaution freigelassen.

56. Rayhaneh Tabatabaie
Diese junge Journalistin studierte zum Zeitpunkt der Präsidentschaftswahlen im Ausland, beschloss aber kurz danach, nach Iran zurückzukehren. Sie begann bei der Zeitung Shargh zu arbeiten, wurde aber im November 2010 verhaftet und in Abteilung A [2A?] von Evin inhaftiert. Am 17. Januar 2011 wurde sie gegen Kaution freigelassen und wartet auf ihre Verurteilung.

57. Mehran Faraji
Mehran Faraji wurde am 10. Dezember 2010 im Haus seines Vaters verhaftet. Er arbeitete damals bei der Zeitung Shargh, hatte aber hauptsächlich für Hamshahri, E’temad-e Melli, Kargozaran und ILNA gearbeitet. Nach zwei Monaten Einzelhaft wurde Mehran Faraji am 5. Februar 2011 gegen Kaution freigelassen und wartet jetzt auf seine Verurteilung.

58. Maziar Khosravi
Dieser Journalist wurde nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl zwei Mal verhaftet: Zum ersten Mal am 2. Mai 2010, nachdem der Dekan der Teheran-Universität wegen eines veröffentlichten Berichtes über die Übergriffe auf die Studentenwohnheime Beschwerde gegen ihn eingereicht hatte. Khosravi wurde beschuldigt, Lügen zu veröffentlichen und musste dafür ins Evin-Gefängnis. 30 Tage später kam er frei.  Kurz nach seiner Freilassung im Juni 2010 hatte Maziar einen Herzinfarkt und musste ins Krankenhaus. Nur zwei Tage vor den geplanten Kundgebungen am 11. Februar 2011 wurde er von Agenten in Zivil erneut verhaftet und 30 Tage später gegen Kaution wieder freigelassen.

59. Amir Hadi-Anvari
Amir Hadi-Anvari ist Journalist und schreibt als Kolumnist für oppositionelle Zeitungen. Er wurde am 8. Dezember 2010 verhaftet und wenige Tage später freigelassen. Er arbeitete u. a. für E’temad und Shargh.

60. Mostafa Ghavanlou Ghajar
Der Blogger und Journalist wurde am 20. Juni 2009 verhaftet, als er die Proteste und Demonstrationen filmte und fotografierte. Am 3. Juli wurde er freigelassen. Er arbeitete für Shargh und Rooznameh Negar-e No.  Er ist einer der bekanntesten iranischen Blogger.

61. Mohammad-Reza Yazdan Panah
Der Journalist ist sehr aktiv in reformorientierten Medien. Nach den Ereignissen um die Präsidentschaftswahl wurde auch er im Juli 2009 verhaftet und zwei Wochen lang im Gefängnis festgehalten. Er hatte für Shargh, Kargozaran, Ham Mihan und Farhikhtegan gearbeitet.

62. Khalil Darmanki
Der Autor und Literaturkritiker, der eine Reihe von Artikeln und literarischen Stücken veröffentlicht hat, wurde am 27. Dezember 2009 nach den Ashura-Protesten verhaftet. Es folgte eine großangelegte Reaktion der literarischen Gesellschaft, bei der Schriftsteller, Dichter, Journalisten, Künstler und Schauspieler öffentlich gegen die anhaltenden Inhaftierungen von Autoren und Journalisten protestierten.

63. Reza Rafiee Foroushani
Nach Angaben von “Reporter ohne Grenzen” wurde Reza Foroushani, der u. a. für das Time Magazine gearbeitet hatte, am 20. Juni 2009 verhaftet. Ein Berufungsgericht reduzierte seine ursprünglich 7jährige Haftstrafe auf 3,5 Jahre. Er trat in den bekannten Schauprozessen auf und sitzt jetzt im Gefängnis Rajai Shahr in Karaj. In einem offenen Brief an den Justizchef beschrieb er Einzelheiten der Folter, die er während seiner Verhöre erlebt hatte. Nach 2 Jahren Haft, im Juni 2011, wurde Foroushani unter Vorbehalt freigelassen.

64. Ali Pir Hossainlou
Der Reporter und Blogger, der auch für ILNA und Kargozaran gearbeitet hatte, wurde im August 2009 mit seiner Frau Fatemeh Sotoudeh verhaftet. Er war einer der aktiveren Mitglieder der Wahlkampagne von Mir Hossein Moussavi und unterstützte die Grüne Bewegung. Im Gefängnis wurde er gefoltert. Nach fast 50 Tagen Einzelhaft wurde er gegen Kaution entlassen. Wegen “Gefährdung der nationalen Sicherheit” wurde er zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Hosseinlou ist einer der ältesten Blogger in Iran. Sein Blog “Alber” ist vielen Internet-Usern bekannt.

65. Sommayeh Nosrati
Die Parlamentsreporterin war eine der ersten Journalist/innen, die den Verhaftungswellen zum Opfer fielen. Sie wurde am 21. Juni 2009 von Geheimdienstagenten verhaftet und nach 40 Tagen Haft gegen Kaution freigelassen. Danach floh sie aus Iran. Sie hatte für Mardom-Salaari, Hayat-e No, Tehran Emrooz und andere Zeitungen gearbeitet.

66. Niloufar Laripour
Die junge Dichterin, Liedertexterin und Journalistin für Chelcheragh wurde ebenfalls verhaftet. Ihre Schwester berichtete bei Parleman News davon, dass die Agenten nach Niloufars Verhaftung ins Haus kamen und ihren Computer und persönliche Gegenstände beschlagnahmten. Ihrer Familie zufolge war Niloufar nicht politisch involviert und hatte keine spezielle politische Ausrichtung. Ihre einzige politische Aktivität bestand in der Unterstützung des Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Moussavi.

67. Mahboubeh Haghighi
Die junge Journalistin und Redakteurin der Wochenzeitung Chelcheragh wurde im Oktober 2009 bei einer Gebetszeremonie im Haus eines politischen Gefangenen verhaftet. Sie war Mitglied der Reformpartei “Jebhe-ye Mosharekat” und war in den Monaten vor der Präsidentschaftswahl aktives Mitglied der Jugendsektion dieser Partei, die Moussavi und Khatami unterstützt. Mahboubeh Haghighis Freilassung aus dem Gefängnis wurde am 4. Dezember 2009 von der Öffentlichkeitsabteilung des Obersten Gerichtshofes formell bekanntgegeben.

68. Mirhamid Hasanzadeh
Der frühere Präsident der Nachrichtenagentur ISNA wurde am 4. August 2009 verhaftet. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung arbeitete er als Berater für ISNA, davor war er Direktor von Ghalam News, was auch der Grund für seine Verhaftung zu sein schien. Sicherheitskräfte verhafteten Hasanzadeh in seinem Büro im ISNA-Gebäude und beschlagnahmten seinen Computer.

69. Mehdi Hossainzadeh
Der Journalist und Wirtschaftsanalyst hatte für verschiedene reformorientierte Blätter wie Hambastegi, E’temad und Sarmayeh gearbeitet. Er wurde im August 2010 verhaftet. Damals arbeitete er als Presseberater für Wirtschaftsthemen im Büro Hashemi Rafsanjanis.  Quellen aus dem nahen Umfeld Hossainzadehs vermuteten, dass der Grund für seine Verhaftung und die darauf folgenden Druckmittel gegen diesen Journalisten darin lag, dass man sich von ihm Informationen erhoffte, die Rafsanjani belasten würden und in die nur er eingeweiht war. Seine Familie durfte ihn während der ersten zwei Monate seiner Haft und ein oder zwei Mal besuchen. Seinen Kollegen zufolge waren die Bedingungen bei seinen Verhören “härter als normal”. Er sollte “Spionage” und “Verschwörung gegen den Staat” gestehen. Wegen “Aufhetzung der Öffentlichkeit” wurde er zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Im Juli 2011 hatte er seine Strafe abgeleistet und kam frei.

70. Reza Najafi
Die Nachricht von Najafis Verhaftung wurde kurz nach den Ashura-Protesten bekannt. Der literarische Journalist, Schriftsteller und professionelle Übersetzer, von dem in Iran viele Artikel und übersetzte Bücher veröffentlicht wurden, kam ins Evin-Gefängnis. Kurz darauf erschien eine Erklärung der Deutschen Literaturgemeinschaft, in der die Verhaftung Najafis – “einem Brückenbauer zwischen deutscher und persischer Literatur” – verurteilt wurde. Der deutsche PEN kritisierte in seiner Erklärung das iranische Regime aufs Schärfste und erklärte: “Die Wellen der Repression in Iran haben alle erfasst, die sich den irren Wahnvorstellungen der Führer der Islamischen Republik nicht unterordnen wollen.” Reza Najafi wurde noch im selben Monat freigelassen.

71. Arvin Sedaghatkish
Der Musikkritiker, der für verschiedene Publikationen – u. a. für das Musikmagazin Farhang-o Ahang  – zahllose Kolumnen verfasst hat, wurde ebenfalls im Zuge der Massenverhaftungen nach der Wahl von 2009 verhaftet, zusammen mit mehreren anderen Redaktionsmitgliedern des Magazins. Er wurde später wieder freigelassen.

72. Naeimeh Doostdar
Die junge Schriftstellerin, Dichterin und Redakteurin bei der Zeitung Hamshahri  wurde ebenfalls nach den Ashura-Protesten verhaftet. Naeimehs Veröffentlichungen zeugen davon, dass sie nicht politisch orientiert war. Dennoch fiel sie wie viele andere unpolitische Journalisten der Verhaftungswelle zum Opfer. Sie wurde eine Zeit lang in Abteilung 209 von Evin festgehalten und im März 2010 freigelassen.

73. Abolfazl Abedini
Die Verhaftungswellen nach der Präsidentschaftswahl erreichten irgendwann auch die lokalen Journalisten, Blogger und Medienmitarbeiter in den kleinen Städetn. Abedini, ein Lokalreporter in der Provinz Khuzestan, wurde im Juni oder Juli 2009 [Monat Tir 1388]  verhaftet. Er wurde zwar im Oktober desselben Jahres gegen Kaution freigelassen, doch das Revolutionsgericht Ahvaz verurteilte ihn wegen “Konspiration mit feindlichen Staaten” und “staatsfeindlicher Propaganda” durch Kontakte zur ausländischen Presse zu 11 Jahren Gefängnis. Im März 2011 wurde er erneut verhaftet, von Sicherheitskräften brutal geschlagen und wieder ins Gefängnis gebracht, wo er bis heute einsitzt.

74. Hamid Mafi
Der Journalist und Blogger aus der Stadt Ghazvin wurde am 6. Februar 2010 [17. Bahman 1388] an seinem Arbeitsplatz verhaftet und 13 Tage später gegen eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar freigelassen. Er ist politischer Redakteur bei der Zeitung Farhang-e Ashti. Viele seiner Artikel sind auch bei E’temad, E’temad Melli und Kargozaran erschienen. Er war schon im Jahre 2008 verhaftet und 10 Tage später gegen 50.000 Dollar Kaution freigelassen worden.

75. Mohammadreza Nasab Abdollahi
Der in Shiraz geborene Lokalreporter und Blogger wurde im Juni 2009 verhaftet, weil er Fotos der “nicht ausgezählten” Wahlurnen in Wahlkabinen in der Zentralbibliothek Shiraz veröffentlicht hatte. Nachdem sich die Nachricht landesweit verbreitet hatte, erschienen am 1. Juli weitere ähnliche Nachrichten in den Lokalmedien von Shiraz. Es hieß, es seien vier versiegelte Wahlurnen mit nicht ausgezählten Stimmen entdeckt worden. Nasab Abdollahi hatte diese Nachricht mit Fotos der Wahlurnen veröffentlicht. Er wurde verhaftet und eine Woche später freigelassen, allerdings wegen “staatsfeindlicher Propaganda” zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt.

76. Ahmad Bahri
Der Lokalreporter aus der Stadt Mahabad wurde nach den Streiks vom 12. Juni 2010 in Kurdistan verhaftet. Sein Büro wurde von Geheimdienstagenten durchsucht, seine persönlichen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Nach Ableistung seiner Haftstrafe kam Bahri wieder frei.

77. Hasan Shaykh Aghaei
Der kurdische Journalist und Karikaturist wurde im Juni 2009 in der Stadt Mahabad verhaftet. Er hat ein Kunststudium absolviert und ist Doktor der Pharmakologie. Er hatte für lokale Publikationen wie Ravangah, Payam-e Mardom und Mahabad gearbeitet und war für Mir Hossein Moussavi im Wahlkampf aktiv. Im August 2009 wurde er gegen Kaution freigelassen.

78. Farid Salavati
Salavati ist Schriftsteller und Journalist für eine Lokalzeitung in Isfahan. Nachdem die Verhaftungswelle gegen Medienschaffende abgeklungen war, wurde er im Juni 2011 verhaftet. Zwei Jahre nach der Wahl drangen Nachrichten von Gruppenvergewaltigungen in verschiedenen Städten an die Öffentlichkeit. Mehreren Medienquellen zufolge war Farid Salavati einer der Isfahaner Journalisten, die von der Gruppenvergewaltigung mehrere Frauen in Khomeini-Shahr berichteten. Sie vermuten einen Zusammenhang zwischen dieser Tatsache und seiner Verhaftung. Salavati wurde nach einer Woche freigelassen.

79. Mohammad-Reza Moghiseh
Moghiseh war Reporter und Chefredakteur des Magazins “20 Plus”. Nachdem bei den Ereignissen nach der Wahl von 2009 tausende inhaftiert oder getötet worden waren, schloss er sich der “Untersuchungskommission für Gefangene und Verletzte” an, was am 14. Oktober 2009 zu seiner eigenen Verhaftung und Inhaftierung führte. Er ist zu 6 Jahren Haft verurteilt. Trotz des Drucks, dem er im Gefängnis ausgesetzt ist, schrieb er in einem Brief an seine Kinder: “Für diejenigen, die vorgeben, für den Islam und die Revolution einzustehen, ist das Gefängnis ein Ort, wo sie ihre Macht zeigen und ihre Muskeln spielen lassen können. Für mich und meine Mitgefangenen aber ist das Gefängnis ein erster Schritt hin zum Erwachen, zum Kampf gegen Terror und für menschliche und islamische Werte.”

80. Mohammad-Sadegh Javadi Hassaar
Der politische Aktivist und Medienschaffende wurde im Dezember 2009 in Mashhad verhaftet. Er war schon 1997 verhaftet worden. Dieses Mal wurde er verhaftet, weil er Mehdi Karroubi unterstützt und für [dessen Zeitung] E’temad-e Melli gearbeitet hatte. Auch nach 90 Tagen im Gefängnis von Mashhad, die er mit 5 Mitgefangenen in einer Zelle verbrachte, durfte er sich keinen Anwalt nehmen. Er wurde nach 5 Monaten gegen Kaution freigelassen, 2010 jedoch erneut verhaftet und ins Gefängnis zurückgeschickt.

81. Saeid Shariati
Der Journalist, der auch ein sehr aktives Mitglied der Reformpartei “Jebhe-ye Mosharekat” ist, wurde erstmals im Juni und noch einmal im August 2009  verhaftet, während er die Nachrichten um die Freilassung des Jebhe-ye-Mosharekat-Mitglieds Saeed Hajjarian verfolgte. Er musste bei den Schauprozessen antreten, wo er dem Gericht die Verteidigungsdokumente Hajjarians vorlas. Er wurde im November 2009 freigelassen.

Schon 1999 war er in einem unter der Bezeichnung “Tape Makers” bekannt gewordenen Fall zusammen mit Shirin Ebadi und Amir Farshad Ebrahimi verhaftet worden.

82. Mostafa Izadi
Der erfolgreiche Autor und Journalist, der eine Vielzahl von Artikeln in der Zeitung E’temad-e Melli  veröffentlicht hat, wurde nach den blutigen Ashura-Demonstrationen im Dezember 2009 verhaftet. Er wurde in seiner Wohnung festgenommen und nach 34 Tagen Einzelhaft schließlich gegen Kaution freigelassen. Izadi war Geschäftsführer der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift Avaa, die im Frühjahr 2000 geschlossen wurde, weil sie den mittlerweile verstorbenen [regimekritischen] Ayatollah Montazeri unterstützte.

83. Ali Hekmat
Ali Hekmat war Geschäftsführer mehrere reformorientierter Medien-Outlets und Redakteur bei der mittlerweile eingestellten Zeitung Khordad und Mitglied bei [der Organisation für den] Schutz der Pressefreiheit. Er wurde am 1. Januar 2010, im Zuge der Massenverhaftungen nach den Ashura-Protesten – zusammen mit seiner Tochter – ebenfalls eine Journalistin – von Sicherheitskräften verhaftet. Zwei Monate später wurde er gegen Kaution freigelassen und wartet jetzt noch immer auf seine Gerichtsverhandlung.

84. Fayaz Zahed
Der Journalist und politische Aktivist wurde am 15. September 2009 verhaftet und der regimefeindlichen Propaganda, Beleidigung des Führers und Aufhetzung der Massen mittels Teilnahme an Demonstrationen beschuldigt. Er ist ein führendes Mitglied der Partei des Nationalen Vertrauens und war früher politischer Redakteur bei Hambastegi und E’temad.

85- Mohammad-Reza Zohdi
Zohdi, Geschäftsführer der mittlerweile eingestellten Zeitung Arya und stellvertretender Vorsitzender [der Organisation für den] Schutz der Pressefreiheit, wurde nach Ashura 2009 festgenommen und nach einem Monat gegen Kaution wieder freigelassen.

86. Mohammad Atrianfar
Der bekannte politische Aktivist, Geschäftsführer und Politikredakteur bei Shargh und Hamshahri wurde nach Angaben von Quellen aus seinem nahen Umfeld und anderen Gefangenen nach seiner Verhaftung im Gefängnis intensiv unter Druck gesetzt und langen Verhören unterzogen. Während der Schauprozesse sagte er gegen sich selbst und mehrere weitere politische Aktivisten aus und stellte sich später öffentlich gegen die Grüne Bewegung. Im Dezember 2009 wurde er gegen eine Kaution in Höhe von 50.000 Dollar freigelassen. Er ist zu 6 Jahren Haft verurteilt.

87. Mohammad Javad Mozaffar
Mozaffar, stellvertretender Vorsitzendre der Kommission [für den Schutz der] Rechte von Gefangenen und Mitglied in der [Organisation für den] Schutz der Pressefreiheit, verbrachte 62 Tage in Abteilung 240 von Evin in Einzelhaft. Er wurde zu 1 Jahr Haft verurteilt. Gemeinsam mit 63 weiteren Gefangenen unterschrieb er eine Erklärung, die bezeugt, dass sein Mitgefangener Hoda Saber vor seiner Einlieferung ins Krankenhaus verprügelt worden war. Kurz darauf trat er mit mehreren anderen Gefangenen zusammen [aus Protest gegen Hoda Sabers Tod] in einen langen Hungerstreik.

Mozaffar ist Autor der Bücher “Der erste Präsident” und “Comic Days of our Neighborhood”. 2009 gewann er einen Comedy-Preis.

88. Seyed Alireza Behesti Shirazi
Der bekannte politische Aktivist Beheshti Shirazi wurde 2009 verhaftet. Er war einer der Chefberater Mir Hossein Moussavis und Herausgeber von Moussavis Zeitung Kaleme Sabz. Im Gefängnis wurde er gefoltert und unter heftigen Druck gesetzt. Einmal wurde er in Handschellen und Ketten dem Gericht vorgeführt. Nach seiner ersten Verhaftung im Auguste 2009 wurde er so brutal verprügelt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Nach Ashura (27. Dezember 2009) wurde Beheshti wieder verhaftet und verbrachte 70 Tage im Gefängnis.
Beheshti Shirazi hatte in den letzten Jahren für staatliche Zeitungen gearbeitet. Als Mir Hossein Moussavi Ministerpräsident der Islamischen Republik war, war er Staatssekretär. Nach Moussavis Rückzug aus der Politik gründete Beheshti seine eigene Zeitung Rozaneh.

89. Hamzeh Karami
Der Geschäftsführer der Zeitung Jomhouriat wurde 2009 verhaftet und in der Folge intensiv verhört. In einem der Schauprozesse “gestand” er, mit Mehdi Hashemi zusammen eine Geldwäscheaktion geplant zu haben, um für den Präsidentschaftswahlkampf Geld zu sammeln, und die Zeitung Jomhouriat gegründet zu haben, um Mahmoud Ahmadinejad schlecht zu machen. Nach seiner vorläufigen Freilassung gegen Kaution schrieb Karami einen Brief an den obersten Führer Khamenei, in dem er Misshandlungen und Folterungen an Gefangenen beschrieb. Er schrieb, dass er unter Folter gezwungen worden sei, mit einer nahen Verwandten eines Führers der Grünen Bewegung und mit einer Verwandten eines hochrangigen Regierungsoffiziellen  illegitime sexuelle Beziehungen gehabt zu haben. Um ihn zu diesem Geständnis zu zwingen, hätten die Befrager seinen Kopf mehr als 20 Mal in ein Toilettenbecken gestoßen [das vermutlich lange nicht mehr gereinigt wurde, d. Übers.]. Karami wurde zu 16 Jahren Haft und einem lebenslangen Verbot jeglicher Regierungsarbeit verurteilt. Die Haftstrafe wurde später von einem Berufungsgericht auf 11 Jahre reduziert.

90. Kayvan Farzin
Der Geschäftsführer des Kunstmagazins Farhang-o-Ahang wurde nach Ashura 2009 verhaftet, als die Verhaftungswelle schon auf Journalisten in nicht-politischen Bereichen überzugreifen begann. Sicherheitskräfte stürmten am 5. Januar 2010 die Büros des Magazins und verhafteten den Musikredakteur Kayvan Farzin sowie mehrere Autoren, Fotografen und Mitarbeiter. Im März 2010 kam er frei.

91. Majid Saeedi
Nach den [ersten] Massenverhaftungen [nach der Präsidentschaftswahl 2009] sorgten Fotos der Proteste bei der Regierung für Unruhe, und es begann eine Verhaftungswelle gegen Fotografen wie Majid Saeedi, der im Juli 2009 verhaftet wurde. Seine Wohnung wurde durchsucht, Aufnahmegeräte und Ausrüstung wurde beschlagnahmt. Saeedi, der als Fotoredakteur für viele bekannte Zeitungen des Landes arbeitete, wurde an einem unbekannten Ort festgehalten, ohne dass seine Familie Nachricht von ihm bekam.

Majid Saeedi hat u. a. für die [regimetreue iranische] Nachrichtenagentur Fars News, das Time Magazine und Getty Images gearbeitet. Er wurde beschuldigt, Fotos der Proteste an internationale Medien weitergegeben zu haben. Im August 2009 wurde er gegen Kaution freigelassen.

92. Satiyar Emami
Der Fotojournalist Satiyar Emami wurde im Juli 2009 verhaftet, nachdem die Veröffentlichung von Fotos der Proteste nach der Wahl für Aufsehen gesorgt hatte. Er wurde unter Druck gesetzt und beschuldigt, Fotos der Demonstrationen an die ausländische Presse weitergegeben zu haben. Staatliche Rundfunkanstalten berichteten, dass sich unter den Verhafteten auch zwei Fotografen namens “Majd S” und “Satiyar A” [der persische Buchstabe "Alef" kann am Wortanfang auch als "E" gelesen werden. Für das kurz und offen ausgesprochene "A" wie in "alles" gibt es im Persischen keinen gesonderten Buchstaben, d. Übers.]  befänden, die ihre Taten gestanden und die Namen weiterer Fotografen des Netzwerkes preisgegeben hätten. Satiyar Emami gehört zu den bekanntesten iranischen Fotojournalisten. Er kann auf eine umfangreiche Zusammenarbeit mit Nachrichtenagenturen und Zeitungen wie Jaam-e Jam zurückblicken.

93. Babak Bordbar
Der junge in Shiraz ansässige Fotograf Babak Bordbar wurde nach Ashura 2009 verhaftet, weil er die Straßenproteste fotografiert hatte. Damals arbeitete er für die Nachrichtenagentur Iran Aks. Es gibt nur wenig Informationen über diesen Fotografen, aber man weiß, dass er einer der 16 Gefangenen im Evin-Gefängnis war, die aus Protest gegen die Misshandlung von Gefangenen in Abteilung 209 [im Juli/August 2010] in einen Hungerstreik traten. Nach 7 Monaten im Gefängnis wurde er freigelassen.

94. Mehdi Zaboli
Der für die Zeitung Hamshahri tätige Fotojournalist wurde am 20. Juni 2009 verhaftet und nach Evin gebracht. “Reporter ohne Grenzen” bestätigt, dass Zaboli 5 Monate [sic] in Evin festgehalten wurde. Am 15. Juli [sic] wurde er gegen Kaution freigelassen. [Zwischen dem 20. Juni und dem 15. Juli liegen genau 5 Wochen, möglicherweise handelt es sich um einen Druckfehler, d. Übers.]

95. Tohid Baigi
Tohid Baigi arbeitete als Fotojournalist für die Webseite Mashrouteh, die Mehdi Karroubi nahesteht. Auch er wurde im Juli 2009 verhaftet. Seine Verhaftung wurde von “Reporter ohne Grenzen” bestätigt. Er wurde 12 Tage in Abteilung 240 von Evin in Einzelhaft  gehalten und dann auf Kaution freigelassen.

96. Marjan Abdollahian
Die bekannte Fotoredakteurin wurde ebenfalls verhaftet und kurze Zeit später wieder freigelassen.

97. Kourosh Javan
Der Fotojournalist Kourosh Javan wurde ebenfalls nach der Präsidentschaftswahl von 2009 verhaftet, was von “Reporter ohne Grenzen” bestätigt wurde. Auch BBC meldete, dass Kourosh Javan und unzählige andere weitere Fotografen und Filmemacher verhaftet wurde. Er wurde kurz nach seiner Verhaftung wieder freigelassen.

98. Maryam Majd
Die Fotojournalistin sollte im Juli 2010 nach Deutschland reisen, um über die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen zu berichten. Sie wurde unmittelbar vor ihrer Abreise verhaftet. In den Tagen nach ihrer Verhaftung wandte sich die ehemalige deutsche Nationalspielerin Petra Landers, die mit Maryam Majd zusammen über die WM berichten wollte, in einem Brief an das deutsche Außenministerium und bat die deutschen Offiziellen, bei den iranischen Amtskollegen Informationen über Maryams Situation und Aufenthaltsort einzuholen. Maryam Majd wurde am 17. Juli gegen Kaution freigelassen und wartet auf ihren Gerichtstermin.

99. Mehraneh Atashi
Die freiberufliche Fotografin wurde am 12. Januar 2010 verhaftet. Die Zahl der nichtpolitischen Journalisten, Künstler und Fotografen, die nach den Ashura-Protesten festgenommen wurden, wuchs.

Sicherheitskräfte tauchten an Mehraneh Atashis Tür auf, durchsuchten ihre Wohnung, beschlagnahmten ihren Computer und andere Ausrüstungen und verhafteten sie und ihren Mann Majid Ghafari. Atashi arbeitete für Publikationen wie Soroush Javan und Hamshahri Javan.

100. Amir Sadeghi
Die Welle der Verhaftungen nach Ashura hatten die Grenzen des politischen Bereichs überschritten. Der Fotograf Amir Sadeghi wurde unter dem Vorwurf verhaftet, Fotos der blutigen Ashura-Proteste verbreitet zu haben. Eines Tages stürmten Sicherheitskräfte die Büros von Farhang-e Ashti und verhafteten Amir, der auch für Tehran 24 und Tehran Live arbeitete. Er wurde zwar am 18. Februar 2010 gegen Kaution wieder freigelassen, aber seine Familie berichtet, dass Amir selbst nach so kurzer Zeit im Gefängnis extrem dünn und schwach war.

101.  Shiva Nazar Ahari
Die Menschenrechtsaktivistin wurde am 14. Juni 2009 – nur zwei Tage nach der Präsidentschaftswahl  und dem Beginn der Unruhen – verhaftet und nach Evin gebracht. Ihre Privatwohnung wurde durchsucht, persönliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Ihre Familie hatte lange keinerlei Kenntnis über ihren Aufenthalsort und ihren Gesundheitszustand. Wie viele andere Gefangene verbrachte auch sie lange Zeit in Einzelhaft – mehr als 100 Tage.

Nach Hinterlegung einer Kaution von 200.000 Dollar wurde sie freigelassen, nur um am 20. Dezember 2009 erneut verhaftet zu werden, als sie sich auf dem Weg nach Qom befand, wo sie an der Beerdigung für den verstorbenen Ayatollah Montazeri teilnehmen wollte. Nach 9 Monaten Haft wurde sie am 12. September 2010 schließlich gegen eine Kaution in Höhe von 500.000 Dollar freigelassen. Sie wartet derzeit auf ihre letzte Gerichtsverhandlung.

Von einem Berufungsgericht wurde sie zu 4 Jahren Gefängnis im Exil in einem Gefängnis in Karaj und 74 Peitschenhieben verurteilt. Die unermüdlichen Bemühungen ihrer Familie, Shivas Situation in den Medien bekannt zu machen, erregten international Aufmerksamkeit.

Vor der Präsidentschaftswahl von 2009, lange bevor der Name der berüchtigten Haftanstalt Kahrizak seinen Weg in die Schlagzeilen der Weltmedien fand, hatte Shiva Nazar Ahari umfassend über die katastrophalen Zustände und Haftbedingungen in diesem Gefängnis berichtet.

Die 27jährige Shiva ist Sprecherin der Organisation “Committee of Human Rights Reporters” (CHRR), Kinderrechtsaktivistin, Mitglied der Kampagne “Eine Million Unterschriften”, Bloggerin und  Studentin, die ihr Studium derzeit allerdings [aus politischen Gründen] nicht fortsetzen darf.

102. Kouhyar Goudarzi
Der Blogger und Menschenrechtsaktivist wurde am 20. Dezember 2010 auf dem Weg nach Qom zum Begräbnis des verstorbenen Ayatollah Montazeri verhaftet. Auch er darf sein Studium aus politischen Gründen nicht fortsetzen. Im Gefängnis trat er mehrmals in einen Hungerstreik, u. a. um gegen die Hinrichtung von fünf politischen Gefangenen [im Mai 2010] zu protestieren. Richter Pir Abbasi verurteilte Kouhyar zu einem Jahr Gefängnis, das er inzwischen abgesessen hat. Er ist jetzt wieder frei.

103. Hossein Ronaghi Maleki (alias Babak Khoramdin)
Der in Tabriz lebende Blogger und Web-Designer wurde am 13. Dezember 2009 im Haus seines Vaters verhaftet und in Abteilung 2A von Evin gebracht. (Abteilung 2A wird von den Revolutionsgarden geführt). Maleki, der auch unter dem Namen “Babak Khoramdin” bekannt ist, ist einer der gewieften Internetaktivisten, die eine Anti-Filter-Software entwickelten, mit der die von der iranischen Regierung installierten Internetsperren durchbrochen werden konnten. Wegen Mitgliedschaft in der “illegalen Internet-Gruppe Iran Proxy”, “staatsfeindlicher Propaganda” und “Beleidigung des Führers und des Präsidenten” wurde Maleki zu 11 Jahren Haft verurteilt.

Seine lange und strapazenreiche Zeit im Gefängnis hat dieses junge und eigentlich lebensfreudige Internet-Genie in einen kranken Mann verwandelt, der immer wieder ins Krankenhaus muss. Er hat bis jetzt keinen Hafturlaub erhalten, kämpft aber weiter um seine Gesundheit. Seine Familie und seine Freunde schlagen immer wieder in den Medien Alarm wegen Hosseins schwerer Nierenerkrankung, einer Folge seiner Nierenoperation: “Er braucht dringend ärztliche Hilfe, sein Leben ist in Gefahr”

104. Negar Sayeh
Die junge Freiberuflerin wurde im September 2009 verhaftet. Sie war Leiterin der jungen Wahlkampfhelfer Mir Hossein Moussavis im Teheraner Distrikt 19. Nach 13 Monaten Haft wurde sie im Dezember 2010 freigelassen.

105. Payman Roshan Zamir
Der in Ahvaz lebende Blogger wurde am 3. Januar 2010 verhaftet. Nach den blutigen Ashura-Protesten stürmten und durchsuchten 11 Agenten seine Wohnung, verhafteten ihn und beschlagnahmten seinen Computer und persönliche Gegenstände.

Roshan Zamir war damals Direktor der Webseiten Talaar Goftegoo und 7 Tir. Als offener Verfechter der Rechte von Gefangenen hatte er wiederholt über die erbärmlichen Haftbedingungen [in iranischen Gefängnissen] berichtet. Er ist Mitglied des Ahvazer Zweiges der Alumni-Organisation “Büro zur Konsolidierung der Einheit” und Autor des Papiers “Legale Strategien für einen Regimewechsel”, das auf Radio Zamaaneh ausgestrahlt wrude. Er verbrachte einen Monat in Einzelhaft und wurde dann auf Kaution freigelassen. Er wurde zu 17 zusätzlichen Monaten Haft verurteilt, die er derzeit ableistet.

106. Laaleh Hasanpour
Laaleh Hasanpour ist Bloggerin und Menschenrechtsaktivistin. Sie wurde am 14. März 2010 verhaftet. Nachdem ihre besorgte Mutter länger nichts von ihr gehört hatte, wandte sie sich an die Medien und berichtete, dass sie nur wisse, dass ihre Tochter extrem unter Druck gesetzt werde, damit sie im Fernsehen erzwungene Geständnisse ablegt. Nach 2,5 Monaten Gefängnis wurde Laaleh Hasanpour gegen Kaution freigelassen. Laaleh wurde wegen “illegaler Menschenrechtsversammlungen”, “Verschwörung gegen die nationale Sicherheit”, “regimefeindlicher Propaganda”, “Beleidigung der Führung” und “Blasphemie” angeklagt und zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 19. April 2011 trat sie ihre Haftstrafe an.

107. Yaser Masoumi
Als Geschäftsführer mehrerer reformorientierter Webseiten wie Shargh, Sarmayeh und Bahar wurde Masoumi vom Geheimdienstministerium vorgeladen und dann verhaftet. Er verbrachte 70 Tage im Gefängnis und durchlief einen langwierigen und belastenden Verhörprozess, bis er am 21. Mai schließlich gegen Kaution freigelassen wrude. Wegen “Propaganda und Verschwörung gegen das Regime” wurde er zu 5 Jahren Gefängnis und einem vollständigen Verbot aller sozialen Aktivitäten, Rechte und Vergünstigungen verurteilt.

108. Omid Mohaddes
Omid Mohaddes war Blogger, Reporter für die Webseite Kalameh, Direktor der Shahid-Beheshti-Stiftung und aktives Mitglied von Moussavis Wahlkampagne. Zum ersten Mal wurde er zu Beginn der Proteste von 2009 verhaftet und kurz darauf wieder freigelassen. Am 1. März 2010 wurde er erneut verhaftet und kam nach einer Woche frei.

109. Foad Sadeghi
Selbst Aktivisten aus den Reihen der Konservativen blieben nicht verschont. Foad Sadeghi, Chefredakteur bei Ayandeh News und ein scharfer Kritiker Ahmadinejads, wurde am 12. Februar 2010 während der Massenverhaftungen von Medienschaffenden verhaftet. Zunächst wurde er vom Geheimdienstministerium zur Befragung vorgeladen, später aber verhaftet. Im März desselben Jahres kam er auf Kaution frei.

*** Die offiziellen Stellen in Iran haben nie genaue und verlässliche Zahlen über alle an Ashura verhafteten Menschen herausgegeben.

Übersetzung aus dem Englischen
Übersetzung Persisch-Englisch: Azita Eerani
Persisch: Rahe Sabz

Teil 1 des Berichts

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5 Antworten zu “Iran 2009: Eine Präsidentschaftswahl, hunderte verhaftete Journalisten (Teil 2)

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