Rafsanjani preist Internet und Facebook als “Segen für die Welt”

Hashemi Rafsanjani

Zamaaneh, 30. Mai 2012 – Ayatollah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani hält viel von Facebook. Er erklärte, die sozialen Medien seien ein “Segen für die Welt”. Die Nachrichtenagentur ISNA berichtet, Rafsanjani – der Vorsitzende des Schlichtungsrates – habe bei einem kürzlich stattgefundenen Treffen zu den Entwicklungen im Nahen Osten die Rolle des Internets für diese Ereignisse lobend hervorgehoben.

“Heute hat eine Facebook-Seite ähnlich viel Einfluss wie unzählige Fernseh- und Radiosender und kann Millionen Menschen beeinflussen, ohne dass dafür Kosten entstehen”, so Rafsanjani. “Videos, die mit Handy-Kameras aufgenommen wurden, werden sofort auf der ganzen Welt gesehen. All dies ist ein Segen für die Welt.”Diese Äußerungen Rafsanjanis stehen in krassem Gegensatz zu der üblichen Haltung der Islamischen Republik, die das Internet als “Spionagewerkzeug” geißelt.

“Auch wenn einige es nicht gutheißen, wenn wir das Prosperieren der Menschheit und die Bewegungen gegen Unterdrückung, Unrecht und Grausamkeit [für wichtig] erachten, werden wir feststellen, dass es ohne diese Form von Nachrichtenkanälen sehr gefährlich werden kann”, so Rafsanjani weiter.

Er betonte, es sei nicht länger möglich, Informationsflüsse zu stoppen. “Wenn wir einer Sache einen Riegel vorschieben, werden dafür zehn andere entstehen. Wenn Menschen den Weg finden, sich Informationen zu beschaffen, ist es unmöglich, sie aufzuhalten.”

Soziale Online-Netzwerke wie Facebook hatten für die als “Arabischer Frühling” bekannt gewordenen Ereignisse im Nahen Osten eine zentrale Rolle gespielt.

Auch in Iran organisierten sich Demonstranten nach der von Wahlbetrugsvorwürfen begleiteten Wiederwahl Mahmoud Ahmadinejdas Demonstranten über YouTube, Facebook & Co. und nutzten Online-Netzwerke zur Verbreitung von Informationen.

Die umfassende Niederschlagung der Proteste von 2009 ging einher mit einer aggressiven staatlichen Repression gegen viele Webseiten. Die meisten sozialen Netzwerke und Nachrichtenseiten im Internet sind in der Islamischen Republik heute blockiert und können von Nutzern in Iran nur mit Hilfe von Proxies aufgerufen werden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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