Europäische Parlamentarier setzen sich für inhaftierte iranische Aktivisten ein

Zamaaneh, 8. Juni 2012 – Hochrangige Mitglieder des Europäischen Parlaments haben in einem Schreiben an den Botschafter der Islamischen Republik in Brüssel ihre Sorge um Nargess Mohammadi und 30 in Iran inhaftierte studentische Aktivisten zum Ausdruck gebracht.

Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des [Europäischen] Parlaments, und Tarja Cronberg, Vorsitzende der parlamentarischen Delegation für Iran, schreiben, Mohammadi und die studentischen Aktivisten und Aktivistinnen seien verhaftet worden, weil sie ihre Bürgerrechte wahrgenommen und sich für die Freiheit der Rede eingesetzt haben, welche  in der auch von Iran unterzeichneten UN-Konvention über bürgerliche und politische Rechte festgeschrieben ist.

Verlässliche Berichte aus Iran deuteten darauf hin, dass die anerkannte iranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin trotz ihres kritischen Gesundheitszustandes in Haft genommen wurde, heißt es in dem Schreiben weiter. Nach internationalem Gesetz sei die Islamische Republik verantwortlich für die Sicherheit und die Gesundheit der Gefangenen.

Die Verfasserinnen betonen, sie erwarteten, über die Situation der genannten Personen auf dem Laufenden gehalten zu werden, und fordern die Islamische Republik auf, eine menschliche Behandlung der Gefangenen unter Einhaltung internationaler Übereinkommen zu garantieren.

Im April hatte Irans größte studentische Organisation die Namen von 30 zum damaligen Zeitpunkt in der Islamischen Republik inhaftierten studentischen Aktivisten veröffentlicht und eine Kampagne mit dem Titel “Sei die Stimme der inhaftierten Studenten” ins Leben gerufen.

Die Kampagne wird auch von der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und vielen internationalen Studenten- und Menschenrechtsgruppen unterstützt.

Mehr als 400 iranische Sozial- und Frauenrechtsaktivisten haben die Inhaftierung Nargess Mohammadis verurteilt und die UN-Menschenrechtskommission aufgefordert, sich mit allen Kräften für ihre Freilassung einzusetzen.

Mohammadi, die wegen ihrer Menschenrechtsaktivitäten zu 6 Jahren Haft verurteilt ist, soll im Gefängnis an Muskelkrämpfen und periodischen Lähmungen leiden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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