Freitagsgebet 15.10.2009: Ayatollah Janati fordert hartes Vorgehen am 4. November

Veröffentlicht am 16. Oktober 2009 auf Payvand Iran News
(Quelle: Radio Zamaaneh)
Quelle (Englisch): http://www.payvand.com/news/09/oct/1162.html
Deutsche Übersetzung: Julia
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Ayatollah Janati, der heute das Freitagsgebet in Teheran hielt, rief zu unerbittlicher Konfrontation der Protestteilnehmer am 4. November/13. Aban) auf.

Der 4. November 1979, der Tag, an dem iranische Studenten die Amerikanische Botschaft in Teheran besetzten, wird im Iran jedes Jahr als Wendepunkt in der Geschichte der Islamischen Republik gefeiert. in diesem Jahr haben Gegner der Präsidentschaftswahl im Juni angekündigt, dass sie sich an diesem Tag den Märschen anschließen werden, um nochmals ihren Protest gegen die Regierung zu äußern.

IRNA zitierte den konservativen Geistlichen Ayatollah Janati mit den Worten: „Der 4. November muss als Tag des Kampfes gegen die weltweite Unterdrückung geehrt werden. Jeder muss an diesem Tag teilnehmen und ihn ehren. Doch einige, die zu Bauernopfern anderer geworden sind, wollen ihre amerikanische und israelische Natur zeigen.“

Der oberste Geistliche des Wächterrats fügte hinzu: „Seit langer Zeit werden diese Aufständischen von einem nicht identifizierten Zentrum aus geführt worden, und sie haben gewisse Pläne für die Zukunft. Diese Leute sind Bauernopfer, ob es ihnen bewusst ist oder nicht.“

Er führte an, dass die Justiz und die Sicherheitskräfte „den Islam, das Volk, die Revolution und die Märtyrer verraten, wenn sie den Aufständischen mit Schwäche begegnen“.

Zur Vorgehensweise der Regierung gegen Demonstranten erklärte Ayatollah Janati: „Wer schenkt seinem eigenen Mörder Blumen? Warum also sollte die Islamische Republik denen Blumen schenken, die sie zerstören, wo sie doch noch immer mit ihren kriminellen Aktionen weitermachen?“

Plakat der Grünen Bewegung mit Einladung
zur Demonstration am 13. Aban

Ayatollah Janatis Äußerungen fallen zusammen mit Ban Ki Moons besorgtem Bericht an die UN-Generalversammlung über die Unterdrückung von Dissidenten in Iran.
Janati beschreibt die Proteste nach der Wahl als tief verwurzeltes Problem für die Islamische Republik, das nicht einfach von der Hand zu weisen sei.

Er erklärte, dass die aufrührerischen Pläne für den 4. November ebenso entschärft werden würden, wie die für den Quds-Tag und die Eröffnung der Universitäten neutralisiert wurden.

Am diesjährigen Quds-Tag am 18. September hatten Oppositionsführer und ihre Anhänger Demonstrationen veranstaltet, die mit dem offiziellen Quds-Marsch gegen Israel konkurrierten. Die Demonstranten hatten Parolen gegen Mahmoud Ahmadinejads Regierung gerufen, die ihrer Meinung nach in den diesjährigen Präsidentschaftswahlen vom Juni durch Wahlbetrug an die Macht kam.

Auch an den Universitäten haben sich seit Beginn des Herbstsemesters unzählige Studentenproteste abgespielt.

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