Karroubi: Ich bin auf alles vorbereitet und habe keine Angst

Veröffentlicht auf Facebook am 6. Januar 2010
Quelle (Englisch): http://www.facebook.com/?ref=logo#/notes/mir-hossein-mousavi-/karoubi-i-am-ready-for-everything-and-have-no-fear-/239735347605
Quelle (Persisch): http://www.kaleme.org/1388/10/16/klm-7559, veröffentlicht am 6. Januar 2010/16. Dey 1388

Mehdi Karroubi bezeichnete die momentane Situation des Landes als eine der schwierigsten für die revolutionären Kräfte in den vergangenen 30 Jahren. Er sagte: „Manche glauben, dass eine Lösung auf dem Wege der Versöhnung gefunden werden sollte. Doch wie wir mitbekommen, werden Menschen und politische Persönlichkeiten von manchen mit entehrenden Worten bedacht; und zwar von denselben, die die Gewalt, Unterdrückung und Konfrontation lenken. Wir sollten also vorsichtig mit den Äußerungen dieser Gruppe sein.

Der ehemalige Parlamentspräsident, der bei einem Treffen mit politischen und zivilen Aktivisten sprach, fügte hinzu: „Zur Zeit halte ich die schwierigsten Bedingungen aus. Nicht wegen der Einschränkungen, der Beleidigungen usw, sonder wegen der Menschen, wegen euch,wegen der politischen Aktivisten, weil die Islamische Republik an einem solchen Punkt angekommen ist.“

Karroubi unterstrich, dass es unvorstellbar gewesen sei, dass die Situation der Islamischen Republik einen Punkt erreichen könnte, an dem sie ihre eigenen Kräfte derart bedroht, wie sie es heute tut. Er sagte: „Was den Fall von Mir Hossein Moussavis Neffen angeht: Es gab Tage, da gingen wir zu ihrem Haus, und dort waren drei Brüder. Einer von ihnen ist [im Iran-Irak-Krieg] gefallen, und ihre Mutter hat ihre anderen Söhne ermutigt, weiter für ihr Land zu kämpfen. Heute müssen wir wieder zu ihrem Haus gehen und ihr sagen, dass ihr zweiter Sohn bei den Ereignissen am blutigen Tag von Ashura getötet wurde. Seht, was mit uns geschieht!“

Der frühere Parlamentssprecher betonte: „Jetzt haben sie alle Wege der Konsultation für uns geschlossen. Wir haben weder das staatliche Fernsehen, noch das Radio, keine Zeitungen, nichts… aber wir geben unsere Standpunkte bekannt, das tun wir mit Sicherheit.“

Er fügte hinzu, es habe Tage gegeben, wo man mit den Hardlinern im Parlament darüber gesprochen habe, warum es soviele Kämpfe im Parlament geben müsse. Sie hätten geantwortet: „Kämpfen ist unser Beruf“, und nun, wo alle den Dienst der Regierung [am Volk] kennen, gebe es nichts [darüberhinaus?]. „Also sollen sie diese Dinge tun. Wir beten zu Gott, dass vernünftige Menschen sich engagieren.“

Mehdi Karroubi wiederholte: „Wir denken an euch; wir sind besorgt und beunruhigt, wir verfolgen eure Fälle und wissen um eure Situation… ich bin auf alles vorbereitet und habe keine Angst… Wenn ich höre, dass all diese jungen Menschen ihrer Ausbildung und ihrer Freiheit beraubt werden, mache ich mir um euch mehr Sorgen als ihr es tut… Ich möchte betonen, dass es für uns wirklich schwer ist, zu sehen, was aus den Opfern in unserer eigenen geworden ist… Es gab einmal eine Zeit, wo wir sagten, dass so jemand keine Verbindungen zu MKO hat, aber jetzt bestehen sie [die Regierung] darauf, ergebene Revolutionäre mit der MKO in Verbindung zu bringen, und sie erwecken eine tote, betrügerische Organisation eigenhändig wieder zum Leben.“

Karroubi warnte, es gebe innerhalb der repressiven Kräfte eine kleine, verborgene Gruppe, die Chaos, Verbrechen und Beleidigungen fördere.

In Reaktion auf die Kritik an Vertretern des Rates zum Schutz des Rechtes auf Bildung, die sich nicht offen gegen die Revolutionsgarden gestellt hatten, informierte Karroubi darüber, dass die Kräfte der Revolutionsgarden nicht der repressiven und kriminellen Bewegung ergeben seien, vielmehr würden sie leiden, und ihr Schweigen sei ein Zeichen ihrer Unzufriedenheit.

Einem Bericht des Komitees der Reporter ohne Grenzen zufolge nahmen an diesem Treffen Vertreter der Familien von politischen Gefangenen, das Komitee der Human Rights Reporters, der Rat zum Schutz des Rechtes auf Bildung, Mitglieder des Rates des Büros zur Konsolidierung der Einheit (Tahkim-e Vahdat, die wichtigste reformorientierte studentische Alumni-Organisation) sowie Studenten von Freien und Öffentlichen Universitäten teil.

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