Khomeinis Enkel verurteilt Fernsehsendung über Ayatollah Khomeini

Veröffentlicht auf Radio Zamaaneh am 7. Februar 2010
Quelle (Englisch): http://www.zamaaneh.com/enzam/2010/02/ayatollah-khomeinis-protr.html
Deutsche Übersetzung: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben

MEHR - Hassan Khomeini, Enkel des verstorbenen iranischen Führers

Hassan Khomeini, der Enkel des verstorbenen Führers der Revolution von 1979, Ayatollah Rouhollah Khomeini, hat die nationale Rundfunkorganisation Seda-va-Sima für deren „verzerrte“ Porträtierung seines Großvaters scharf verurteilt.

Zur Vorbereitung auf die für den 11. Februar, den Jahrestag der Revolution von 1979 erwarteten Proteste sind die iranischen Medien offenbar wieder einmal dabei, die Protestteilnehmer in der öffentlichen Wahrnehmung in feindlichem Licht darzustellen.

In einem Brief an den Chef von Seda-va-Sima, Ezatollah Zarghami, wirft Hassan Khomeini dem Sender vor, den Charakter des Begründers der Islamischen Republik in seinem Dokumentarfilm mit dem Titel „Prominent“ verzerrt darzustellen.

Der Dokumentarfilm, der anlässlich des Jahrestages der Revolution von verschiedenen Fernsehsendern fünf Mal täglich ausgestrahlt wurde, konzentriert sich auf Ausführungen des verstorbenen Führers über das Veranstalten von Demonstrationen ohne offizielle Genehmigung.

Dieser Ausschnitt, der Hassan Khomeini zufolge „gekürzt und verzerrt“ wurde, zeigt Ayatollah Khomeini als Gegner nicht genehmigter Demonstrationen und suggeriert, dass er die Streitkräfte und das Volk zum Vorgehen gegen Demonstranten aufruft.

Ayatollah Khomeini ist in Iran bis heute ein Symbol für die Stärke des Volkes. Seit dem Beginn der Proteste im Juni haben beide Lager – Hardliner wie Reformer – versucht, ihre Vorgehensweisen auf Khomeinis Lehren zurückzuführen.

Hassan Khomeini, der die Proteste gegen die Wahl und das reformorientierte Lager unterstützt, bleibt dabei, dass das staatliche Fernsehen seinen Großvater „unehrlich“ dargestellt und „der Jugend des Landes eine Figur präsentiert hat, die meilenweit entfernt ist von dem wahren Imam Khomeini“.

Er wirft Seda-va Sima vor, Dinge aus dem Kontext gerissen und irrelevante historische Parallelen gezogen zu haben. Um einen wahrheitsgetreueren Bericht zu erhalten, hätte man die Vertrauten des verstorbenen Führers hinzuziehen sollen, um seine Äußerungen in einen Kontext zu bringen und bisher unbekannte Abschnitte seines Lebens vorzustellen.

Als Reaktion darauf haben 180 konservative Parlamentarier den ausgestrahlten Dokumentarfilm gelobt und Ezatollah Zarghami zu seiner Programmgestaltung gratuliert.

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