Iranische Menschenrechtsgruppe dementiert Erhalt von US-Finanzhilfe

Veröffentlicht auf Radio Zamaaneh am 15. März 2010
Quelle (Englisch): http://www.zamaaneh.com/enzam/2010/03/iranian-human-rights-grou-1.html
Deutsche Übersetzung: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben

Das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte in Iran hat Vorwürfe der Nachrichtenagentur Fars News dementiert, das Zentrum habe finanzielle Hilfe aus den USA erhalten, und angekündigt, die Nachrichtenagentur wegen Verleumdung verklagen zu wollen.

Fars News hatte gestern einen Bericht mit dem Titel „Der Cyberkrieg der Revolutionsgarden gegen subversive Gruppen“ veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte unter den Empfänger einer Finanzhilfe der USA an Gegner der Islamischen Republik in Höhe von 200 Millionen Dollar sei.

Das Teheraner Revolutionsgericht hatte am Samstag ein Statement herausgegeben, in dem über die Verhaftung von 30 Mitgliedern der „US-Cyber-Armee“ berichtet wurde. Bei vielen dieser Verhafteten handele es sich dem Statement zufolge Menschenrechtsaktivisten.

Das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte verurteilt den Bericht und bezeichnet ihn als „unbewiesene und unbegründete Anklagen mit dem Ziel der Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten und zivilen Gruppen.“

Die Organisationen „Human Rights Activists Collective in Iran“ und „Human Rights Reporters Committee“ werden in dem Bericht ebenfalls als Gruppen mit Verbindungen zu den USA und Empfänger US-amerikanischer Finanzhilfe genannt.

Das Human Rights Collective hat die Vorwürfe zurückgewiesen und bekannt gegeben, dass derartige Anklagen es nicht davon abhalten werde, seine Bemühungen um die Menschenrechte fortzusetzen.

Das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte erklärte, es sei eine vollkommen „unabhängige zivile Organisation“, die von keiner Regierung finanzielle Hilfe annehme. Es behalte sich vor, gegen „Verleumdung und ungerechtfertigte Vorwürfe“ rechtliche Schritte einzuleiten.

Das Zentrum wird seit seiner Gründung durch eine Gruppe bekannter Anwälte und Rechtsexperten im Jahre 1999 von Shirin Ebadi geleitet.

Die Büros des Zentrums wurden m Dezember 2009 im Zusammenhang mit den Ereignissen nach der Wahl geschlossen.

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