Stoppt die Ausweisung von Jamal Saberi aus Japan!

Quelle (Englisch): http://hambastegi.ruzeroshan.com/jamalS/jamal291.php?nr=90828065&lang=en

Update 4. August 2010: Jamal Saberi ist frei

Auszüge aus dem Artikel

Jamal Saberi ist ein bekannter politischer Gegner der Islamischen Republik Iran. Er kam im Jahre 1990 nach Japan. Im Jahre 1992 trat er der WPI (kommunistische Arbeiterpartei Irans) bei. Saberi ist seit 10 Jahren in der WPI politisch aktiv. Er sorgte für den Druck und die Verbreitung von WPI-Literatur und schrieb mehrere Artikel gegen das islamische Regime in Iran, die in persischsprachigen und japanischen Magazinen und Internetseiten veröffentlicht wurden. Seine langjährigee politische Aktivität für WPI und gegen das islamische Regime in Iran wurden von iranischen Behörden bemerkt. Er beantragte am 10. Mai 2001 den Flüchtlingsstatuns beim japanischen Justizministerium.

Saberi hat begründete Angst vor einer Verfolgung auf Grund seiner politischen Meinung. […] Sollte er an Iran ausgeliefert werden, so sind sein Leben und seine Freiheit in Gefahr.

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Einen gut formulierten Protestbrief mit vielen Adressen findet man hier

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Auszüge aus der Presseeklärung von Mission Free Iran (MFI), veröffentlicht am 17. März 2010

„Japans Schritte zur Ausweisung eines iranischen Menschenrechtsaktivisten lösen Proteste vor der japanischen Botschaft aus“
Quelle (Englisch):http://missionfreeiran.wordpress.com/2010/03/17/mfi-press-release-japan%E2%80%99s-move-to-deport-iranian-human-rights-activist-prompts-protest-at-japanese-embassy/

Seit der Wahl vom Juni 2009 setzt die Islamische Republik Iran die Inhaftierung, Folterung und Hinrichtung von Dissidenten im Lande fort und sucht sich internationale Unterstützung, um oppositionelle Aktivisten im Ausland festzunehmen und mundtot zu machen. In einer Zeit, in der das islamische Regime friedliche Protestteilnehmer, Journalisten, Studenten und Menschenrechtsaktivisten innerhalb seiner eigenen Landesgrenzen brutal unterdrückt, unterstützt Japan diese Bemühungen des Regimes im Ausland. Japan hat den Menschenrechtsaktivisten Jamal Saberi, der vor 18 Jahren aus Iran nach Japan geflohen ist, verhaftet und ein Ausweisungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Besorgte Bürger werden sich am 21. März 2010 vor der japanischen Botschaft in Washington D.C. versammeln, um gegen Japans Komplizenschaft mit der Islamischen Republik zu protestieren.

Eine Zwangsrückführung eines iranischen politischen Aktivisten durch Japan würde eine Verletzung des internationalen Prinzips der Nichtzurückweisung darstellen, die eine Zwangsrückführung von Personen in Länder verbietet, in denen ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht sind. Saberi hat begründete Befürchtungen vor einer Verfolgung durch das islamische Regime. Er muss als politischer Flüchtling anerkannt und durch die UN-Vereinbarungen über den Status von Flüchtlingen geschützt werden, die Japan mit unterzeichnet hat.

Der Fall Saberi könnte globale Auswirkungen haben. Wenn Japan sich über menschenrechtliche Standards und internationale Prinzipien des Flüchtlingsstatus hinwegsetzt, könnte dies schlimme Konsequenzen für Flüchtlinge auf der ganzen Welt haben. Vor allem denken wir an die Auswirkungen auf tausende neuer iranischer Flüchtlinge, die in der Türkei um ihr Überleben kämpfen – in einem Land, das in der Vergangenheit das Prinzip der Nichtzurückweisung verletzt hat und mit der systematischen, wenn auch inoffiziellen Verfolgung dieser neuen Flüchtlingswelle aus Iran begonnen hat.

[…]

Mission Free Iran
http://missionfreeiran.wordpress.com/

Eine Online-Petition für Jamal Saberi findet sich hier

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