Shadi Sadr und Mahbubeh Abbas-Gholizadeh verurteilt

Veröffentlicht bei Radio Free Europe/Radio Liberty am 16. Mai 2010
Quelle (Englisch): http://www.rferl.org/content/Iran_Sentences_Activists_Arrests_exMP/2043823.html

Die iranische Menschenrechtsaktivistin Shadi Sadr

Ein iranisches Gericht hat zwei Aktivistinnen wegen eines Protestes im Jahre 2007 in Abwesenheit zu Gefängnis und Peitschenhieben verurteilt.

Shadi Sadr, 35, preisgekrönte Frauenrechtsaktivistin, wurde wegen Handelns gegen die nationale Sicherheit und Störung der öffentlichen Ordnung zu sechs Jahren Haft un 74 Peitschenhieben verurteilt. Dies teilte ihr Anwalt Mohammad Mostafaei iranischen Medienberichten zufolge mit.

Auch die Aktivistin Mahbubeh Abbas-Gholizadeh wurde laut Mostafaei wegen ähnlicher Anklagen verurteilt – zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und 30 Peitschenhieben.

Der Prozess gegen die beiden Frauen, die zur Zeit im Ausland sind, fand am 8. Mai statt. Es ging um eine Kundgebung, die im Jahre 2007 vor einem Gebäude des Revolutionsgerichts stattfand, in dem vier Frauenrechtsaktivistinnen der Prozess gemacht wurde. Die iranischen Behörden verhafteten die beiden Frauen zusammen mit 30 weitere Demonstrant/innen. Sie können innerhalb 20 Tagen Berufung gegen das Urteil einlegen.

Beide hatten sich in Kampagnen für die Abschaffung der Steinigung bei Ehebruch eingesetzt.

Shadi Sadr, Anwältin und Journalistin, war im September 2009 für ihren Einsatz für „Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Demokratie in Iran“ mit dem polnischen Lech-Walesa-Preis ausgezeichnet worden.

Außerdem von den Behörden verhaftet wurde der ehemalige Parlamentarier Mohsen Amin, der Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi unterstützt. Dies teilte seine Tochter mit.

„Heute Morgen durchsuchten Agenten, die offenbar einen Justizbefehl vorweisen konnten, das Haus und nahmen meinen Vater mit“, sagte Amins Tochter, die ungenannt blieb, gegenüber Parleman News, der Webseite der Minderheitsfraktion reformorientierter Parlamentarier.

Amin ist langjähriges Mitglied der Organisation der Mojahedin der Islamischen Revolution, die von den iranischen Behörden verboten wurde.

– zusammengestellt aus Agenturberichten –

Deutsche Übersetzung: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben

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