Iran: Politische Gefangene beenden Hungerstreik

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 10. August 2010
Quelle (Englisch): http://www.zamaaneh.com/enzam/2010/08/iranain-political-prisone.html

Die politischen Gefangenen, die im Evin-Gefängnis im Hungerstreik waren, haben heute erklärt, dass ihr Hungerstreik beendet sei.

Die Webseite Kalemeh hat nach eigenen Angaben ein Statement von den Gefangenen erhalten, in dem es heißt: „Aus Respekt vor den Hauptunterstützern der Grünen Bewegung, Mir Hossein Moussavi, Mehdi Karroubi, Ayatollah Bayat Zanjani, Zahra Rahnavard, Abdollah Nouri, Ezzatollah Sahabi, Ahmad Sadr Seyyedjavadi, Habibollah Peyman, Ebrahim Yazdi und jedem einzelnen Freund der Grünen Bewegung beenden wir unseren Streik.“

Zuvor hatten viele Oppositionelle aus Sorge um die Gesundheit der Gefangenen diese gedrängt, ihren Hungerstreik zu beenden.

Den Gefangenen zufolge sei die Freilassung des iranischen Fotojournalisten Babak Bordbar [dies war eine der Forderungen der Hungerstreikenden, d. Übers.] ein Zeichen dafür, dass die Teheraner Staatsanwaltschaft den „legalen Forderungen“ der Gefangenen Gehör schenke. Die Gefangenen äußerten sich hoffnungsvoll, dass auch ihre anderen vier Forderungen erfüllt werden.

Außer der Freilassung Babak Bordbars hatten die Gefangenen die Respektierung ihrer Rechte als Gefangene, das Vorgehen gegen Gefängniswärter, die diese Rechte verletzen, mehr Platz, längere Telefonzeiten, bessere medizinische Versorgung und Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften für Belange von Gefangenen gefordert.

Anm. d. Übers.: Nach meinem Informationsstand ist die Webseite Kalemeh im Moment die einzige Quelle für die Nachricht über das Ende des Hungerstreiks. Viele Nachrichtenseiten, darunter auch RAHANA, haben diese Nachricht aufgegriffen. Viele Aktivisten im Internet verweisen zu Recht auf den Umstand, dass von den Familien der Gefangenen noch keine Bestätigung dieser Nachricht vorliegt. Dies kann daran liegen, dass die Gefangenen noch keine Gelegenheit hatten, mit ihren Angehörigen in Kontakt zu treten. Es könnte natürlich auch daran liegen, dass die Information schlicht nicht stimmt. Bis auf Weiteres ist eine gesunde Skepsis hier wohl angebracht.

Übersetzung aus dem Englischen: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben

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