Bahman Amoueis Frau Zhila Bani Yaghoob: “Viele dieser Gefangenen sind akut krank – muss ich mehr sagen?”

Mit den Worten „Wie ich höre, sind einige unzufrieden damit, dass die Gefangenen ihren Hungerstreik beendet haben“ beginnt Zhila Bani Yaghoob einen Eintrag auf ihrer Webseite.

„Nicht nur die Mütter und Ehefrauen dieser Gefangenen haben zwei Wochen lang nichts gegessen – sogar meine eigene Mutter konnte nichts essen, weil ihr Schwiegersohn im Hungerstreik war.“

Die Journalistin und Frauenrechtlerin, deren Ehemann Bahman Ahmadi Amouie einer der Gefangenen im Hungerstreik ist, schreibt: „Obwohl wir alles getan haben, um das Thema von dem kleinen Amir Mehdi fernzuhalten, hat er aus den Gesprächen der Erwachsenen herausgehört, dass sein Onkel nichts mehr isst. Er konnte nachts nicht mehr schlafen und hat immer wieder gesagt, dass er keine Luft bekommt. Er sagte, er hat Angst, dass sein Onkel Bahman vor Hunger umfällt und nicht mehr aufstehen und gehen kann.“

Sie schreibt: „Ich wollte ihn anrufen und sagen, er solle seinen Hungerstreik wenigstens für den kleinen Amir brechen, wenn die Apelle der VIPs ihm nichts bedeuten. Das ist alles!“

Bani Yaghoob ist der Überzeugung, dass die Hungerstreikenden ihr Ziel erreicht haben, wenn die Menschen ihre Botschaft vernommen haben. Sie schreibt: „Wenn man wie ich diese Mütter gesehen hat, die verstört und untröstlich in der sommerlichen Hitze und Sonne vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft und dem Evin-Gefängnis stehen, fühlt man bis ins Mark, dass das Leben dieser Mütter nicht weniger gefährdet ist als das ihrer Kinder.“

Bani Yaghoob schließt mit den Worten: „Wir können die Tränen dieser Mütter nicht ertragen, die nichts essen und nach und nach in Stücke brechen. Einige dieser Gefangenen waren akut schwer erkrankt. Muss ich noch mehr sagen?“

Übersetzung aus dem Englischen: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben
Englische Übersetzung veröffentlicht bei Street Journalist am 13. August 2010
Quelle (Persisch): Zhila Bani Yagoub

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