Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi appelliert im Namen der politischen Gefangenen Irans an die Weltöffentlichkeit

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi hat an die internationale Gemeinschaft appelliert, die Menschenrechtsverletzungen im Iran nicht zu ignorieren. Dies berichtet Radio Farda von RFE/RL.

Radio Farda sprach mit Ebadi am Rande des jährlich stattfindenden Europäischen Forums Alpbach, das am 19. August in Österreich eröffnet wurde.

Ebadi sagte, die Besorgnis über das umstrittene iranische Atomprogramm dürfe das im Iran bestehende Menschenrechtsproblem nicht überdecken. In den iranischen Gefängnissen würden politische Gefangene „schlechter behandelt als Drogenabhängige“, so Ebadi.

„Frieden“ müsse neu definiert werden, sagte Ebadi weiter. Frieden sei nicht nur die „Abwesenheit von Krieg“, sondern vielmehr „Ruhe“.

„Obwohl sich der Iran nicht im Krieg befindet, wird den Menschen im Iran noch immer nicht der Segen wirklichen Friedens zuteil“, sagte Ebadi. „Nur eine Gesellschaft, in der Demokratie und soziale Gerechtigkeit herrschen, kann einen Zustand der Ruhe [im Sinne von Frieden] erreichen.“

Das Alpbacher Forum findet seit Ende des zweiten Weltkrieges jährlich statt. In 2009 wurde die Eröffnungsrede von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gehalten.

Übersetzung aus dem Englischen: Julia, bei Weiterveröffentlichung bitte Link angeben
Veröffentlicht bei Radio Free Europe/Radio Liberty am 20. August 2010
Quelle (Englisch): http://www.rferl.org/content/Nobel_Peace_Laureate_Appeals_On_Behalf_Of_Irans_Political_Prisoners/2133539.html

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