„Ehe auf Zeit“ im Parlament abgeschmettert

Das umstrittene Familienschutzgesetz hat heute im iranischen Parlament eine Niederlage verbuchen müssen: Ein Artikel des Gesetzes, in dem es um die legale Registrierung von „Ehen auf Zeit“ geht, wurde abgelehnt.

Die Nachrichtenagentur ILNA berichtet, dass Artikel 21 des neuen Gesetzes sich mit nur 45 Ja-Stimmen im Parlament nicht durchsetzte.

Der Artikel war einer der Kritikpunkte von Frauenrechtsaktivistinnen gegen das sogenannte „Familienschutzgesetz“.

Der Entwurf für das Familienschutzgesetz war bereits vor drei Jahren ins Parlament eingebracht worden. Proteste gegen einzelne Artikel führten jedoch zu einer Verzögerung bei der Ratifizierung.

Das Parlament hatte sich vor Kurzem wieder mit dem Gesetzentwurf beschäftigt, der bei Frauenrechtsaktivistinnen auf heftige Kritik stößt.

Der umstrittenste Artikel des Entwurfs ist Artikel 23, der vorsieht, Männern die Vielehe zu erleichtern. Dazu sollen die derzeit gültigen Voraussetzungen für eine Ehe mit einer zweiten Frau – das Einverständnis der ersten Ehefrau und der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel – wegfallen.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 25. August 2010
Quelle (Englisch): http://www.zamaaneh.com/enzam/2010/08/registration-of-temporary.html
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