Ahmadinejad: Es gibt keine Politik der Unterdrückung in Iran

Zamaaneh, 20. September 2010 – Demonstranten protestierten in New York gegen Mahmoud Ahmadinejad als Vertreter der politischen Unterdrückung in Iran. Ahmadinejad erklärte derweil, es gebe in Iran „absolute Freiheit“ für oppositionelle Aktivität.

Associated Press berichtet, dass Demonstranten sich aus Protest gegen die Unterdrückungspolitik der iranischen Regierung und Ahmadinejads Anwesenheit in New York den Mund mit Klebeband verschlossen hatten. Ahmadinejad hält sich zur Zeit in den USA auf, um an der UN-Generalversammlung teilzunehmen.

Ahmadinejad sagte gegenüber Associated Press: „Die Gegner meiner Wahl sind vollkommen frei und wie andere Menschen auch mit ihrem Leben und ihren Aktivitäten beschäftigt.“

„Sie äußern ihre Meinung und ihre Ansichten in absoluter Freiheit. Es gibt bei rechtmäßigen Aktivitäten keine Einschränkungen, und sie können ebenso wie die übrigen Menschen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, so lange dies im Rahmen des Gesetzes geschieht“, fügte er hinzu.

Die Regierung habe die politische Opposition keinerlei Einschränkungen unterworfen, so Ahmadinejad. „Allerdings kann es sein, dass sie sich Sorgen darüber machen, dass die öffentliche Stimmung sich gegen sie wendet.“

Zum iranischen Nuklearprogramm sagte Ahmadinejad, die iranischen Nuklearaktivitäten stünden allesamt unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Er unterstrich, dass in Iran weiterhin Uran angereichert werde, da für das Atomkraftwerk, das demnächst in Betrieb gehe, 27 Tonnen Uran mit einem Anreicherungsgrad von 3,5% [„3.5 grade uranium] benötigt werde. „Da wir 20 Atomkraftwerke wie das in Bushehr brauchen, müssen wir in der Lage sein, das dafür benötigte Uran herzustellen.“

In einem Treffen mit [UN-Generalsekretär] Ban Ki-moon sprach sich Ahmadinejad gegen das Vetorecht mehrerer Staaten aus und regte an, die Struktur der UN zu verändern.

Ban Ki-moon rief Iran zur Fortsetzung der Verhandlungen mit der 5+1 Gruppe über Irans Nuklearaktivitäten auf.

Der Nachrichtenagentur ISNA zufolge sagte Ahmadinejad gestern bei einem Treffen mit in den USA lebenden Iranern: „Es gibt auf der Welt heute zwei vorherrschende Ansichten: die iranische und die amerikanische.“ Er fügte hinzu: „Diese beiden Ansichten sind sehr verschieden: Während der amerikanische Führungsstil allmählich sein Ende erreicht, hat der iranische seinen Aufstieg gerade erst begonnen.“ *)

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 20. September 2010
Quelle (Englisch): http://www.zamaaneh.com/enzam/2010/09/ahmadinejad-denies-existe.html

*) Amen. Hier muss man doch unweigerlich an den Lichtschein um Ahmadinejads Haupt denken, mit dem er schon bei früheren Auftritten vor der UN Furore machte.

2 Antworten zu “Ahmadinejad: Es gibt keine Politik der Unterdrückung in Iran

  1. Ban Ki-moon ist der widersprüchlichste Generalsekretär der UN seit jeher. Es spricht nicht für die UN, dass sie ihn weiterhin beschäftigen. Ob mit Deiss als Präsident auf ein Jahr eine Besserung eintreten kann, ist fraglich. Schöne Worte, die höchstens langfristig einen Masstab setzen. Soviel Geduld braucht das Volk.
    THX Julia

  2. Pingback: Wie beruhigend « FREE IRAN NOW!

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