Kein Trinkwasser für weibliche politische Gefangene und Neugeborene in Evin

HRDAI, 3. Oktober 2010 – Berichten von Human Rights and Democracy Activists in Iran (HRDAI) zufolge gibt es in der Frauenabteilung 2 von Evin seit 24 Stunden kein Trinkwasser. Die gesundheitlichen Bedingungen für die dort inhaftierten Gefangenen – politische und reguläre Gefangene sowie Neugeborene sind infolgedessen sehr schlecht. Seit 24 Stunden ist das Wasser komplett abgestellt, somit gibt es nur wenig Trinkwasser, und die sanitären Bedingungen haben sich so verschlechtert, dass viele weibliche Gefangene unter Durchfall und Übelkeit leiden.

In Abteilung 2 werden auch einige Neugeborene und Kleinkinder unter 2 Jahren zusammen mit ihren Müttern festgehalten. Diese Kinder leiden ebenfalls unter dem Wassermangel.

Bisher sind alle Beschwerden der weiblichen Gefangenen an die Gefängnisbeamten vergebens gewesen. Die Leiterin der Abteilung, Frau Rezai, hat auf die Beschwerden nicht reagiert und sich geweigert,sich um das Problem zu kümmern. Wenn die Abteilung nicht bald wieder mit Wasser versorgt wird, werden sich die gesundheitlichen Bedingungen weiter verschlechtern und für die Gefangenen lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Das Wasser im Frauentrakt von Evin kommt aus den Hauptbrunnen es Gefängnisses und ist unhygienisch. Es hat akute Nierenprobleme und andere gesundheitliche Schäden bei den in dieser Abteilung inhaftierten Gefangenen hervorgerufen.

Derzeit befinden sich nur 20 weibliche politischen Gefangene in Evin:

-Nazila Dashti
-Atefeh Nabavi
-Mahdieh Golrou
-Zahra Jabari
-Farah Vazehan
-Kobra Zaghedoost
-Alieyeh Eghdamdoost
-Saba Rezvani
-Hengameh Shahidi
-Bahareh Hedayat
-Parvin Javadzadeh
-Reyhaneh Haj Ebrahim Dabagh
-Soosan Taryanian
-Manijeh Safar Elahi
-Fatemeh Khorramjoo
-Mathare Bahrami Haghighati
-Ezrah Saadat Ghazi Mirsaeed
-Kefayaat Malek Mohammadi
-Fatemeh Rahnama

Human Rights & Democracy Activists in Iran verurteilt den Umstand, dass weibliche politische und reguläre Gefangene, Neugeborene und Kleinkinder über längere Zeit keinen Zugang zu Trinkwasser haben und fordert die Hohe Menschenrechtskommission und andere internationale Institutionen auf, den Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Iran ein Ende zu setzen.

Human Rights & Democracy Activists in Iran, 3. Oktober 2010

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle (Englisch): http://banooyesabzirani.blogspot.com/2010/10/female-political-prisoners-newborns-at.html
Originalartikel (Persisch): Human Rights and Democracy Activists in Iran

Eine Antwort zu “Kein Trinkwasser für weibliche politische Gefangene und Neugeborene in Evin

  1. Pingback: Im Frauentrakt breiten sich Infektions- und Nierenerkrankungen aus | Julias Blog

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