„Soft War“-Konferenz: Irans Elite ist angeblich Zielgruppe des „Sanften Krieges“

Payvand/Zamaaneh, 26. Oktober 2010 – Der iranische Kulturminister Mohammad Hosseini sagte vor dem Kongress zum sogenannten „Sanften Krieg“ („Soft War“): „Die Elite der Gesellschaft, u. a. Professoren und Künstler, sind das Ziel  des Sanften Krieges.“

Der [staatlichen Nachrichtenagentur] ILNA zufolge sagte der Kulturminister weiter: „Die Drahtzieher dieses Krieges denken, dass sie nach einer Einwerbung der Zusammenarbeit von Denkern und Künstlern sehr leicht auch die Massen für ihre Zwecke rekrutieren können.“

Das Hauptbetätigungsfeld für den „Sanften Krieg“ seien Internet und Cyberspace, so der Minister weiter. „Die Feinde versuchen, die Menschen in diesem Umfeld von ihren Ansichten zu überzeugen. Sobald die Menschen diese Ansichten übernommen haben, kann der Feind seine wahren Ziele vorantreiben.“

Viele bei Filmfestivals gezeigte Filme hätten zum Ziel gehabt, „den Ruf Irans zu beflecken“, so der Minister weiter. „Eines der Ziele, die der Feind verfolgt, ist es, die iranische Gesellschaft als rückständig hinzustellen. Wenn ein Film Iran als rückwärtsgewandte Gesellschaft porträtiert, wird er mit Preisen und Anerkennungen überschüttet, weil er sehr effektiv sein kann.“

Zu den Taktiken des Feindes im Sanften Krieg gehören dem Minister zufolge Methoden der Nachrichtengewinnung, Verzerrung der Identitäten von Menschen, Reduzierung sozialer Ressourcen, das Streuen von Zweifeln, Verbreitung von Angst und Nervosität sowie Spott und Verhöhnung.

Die Ausdrücke „Aufruhr“ [„sedition“] und „Sanfter Krieg“ haben sich im Sprachgebrauch des iranischen Establishment seit der von Wahlbetrugsvorwürfen und Massenprotesten gefolgten umstrittenen Präsidentschaftswahl von 2009 einen festen Platz erobert.

Die iranischen Behörden haben die friedlichen Proteste als Ausdruck eines „Sanften Krieges“ eingestuft, mit dem die Islamische Republik aus ihren eigenen Reihen heraus gestürzt werden soll.

Der [jetzt stattfindende] National Congress on the Soft War ist eine weitere Initiative des Staates, um diese Auffassung in der gegenwärtigen politischen Situation des Landes zu untermauern.

Veröffentlicht bei Payvand am 26. Oktober 2010
Quelle (Englisch): http://www.payvand.com/news/10/oct/1210.html

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