Ins Ausland geflohener Rechtsanwalt zu Gefängnisstrafe verurteilt

RAHANA, 11. November 2010 – Richter Moghiseh von Abteilung 28 des Teheraner Revolutionsgerichts hat Mohammad Mostafaei in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft im Exil in Izeh verurteilt. Angeklagt ist Mostafei wegen Handlungen gegen die nationale Sicherheit durch Interviews mit persischsprachigen Medien, in denen er über den Fall Sakineh Mohammadi Ashtiani sprach, sowie wegen regimefeindlicher Propaganda.

Zwar wurde Mostafaei vom Teheraner Staatsanwalt des versuchten Betruges angeklagt, wurde aber aus Mangel an Beweisen nicht für den Tatbestand der „versuchten Aneignung fremden Eigentums“ verurteilt.

Mohammad Mostafaei ist Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist. Er hat viele zum Tode verurteilte jugendliche Straftäter verteidigt und hatte auch den Fall Sakineh Mohammadi Ashtiani übernommen.

Mostafaei war am 21. Juli vom Gericht des Evin-Gefängnisses vorgeladen worden. Am Morgen des 24. Juli suchte er das Büro der Staatsanwaltschaft des Geheimdienstes im Evin-Gefängnis auf und wurde vier Stunden lang verhört.

RAHANA zufolge kamen später am Nachmittag Sicherheitskräfte mit einem Haftbefehl in Mostafaeis Büro, trafen ihn dort aber nicht an. Mostafaei floh nach Norwegen, um Schutz vor den Regierungsbehörden zu finden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle (Englisch): http://persian2english.com/?p=16402
Originalartikel (Persisch) erschienen bei RAHANA

Eine Antwort zu “Ins Ausland geflohener Rechtsanwalt zu Gefängnisstrafe verurteilt

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