Zahra Bahramis Todesurteil wegen Dogenbesitzes beruht auf erpressten Geständnissen, sagt Tochter

Zahra Bahrami

Zamaaneh, 26. Januar 2011 – Banafsheh Nayebpour, die Tochter der iranisch-niederländischen Staatsbürgerin Zahra Bahrami, hat erklärt, dass die Drogenvorwürfe gegen ihre Mutter von iranischen Behörden konstruiert wurden und ihre Mutter unter Folter dazu gezwungen wurde, die ihr damit zur Last gelegten Vergehen zu gestehen.

Bahrami war letzten Monat wegen Drogenbesitzes zum Tode verurteilt worden. Ihre Tochter sagte jedoch gegenüber der Organisation International Campaign for Human Rights (ICHRI), die Behörden der Islamischen Republik versuchten, die politischen Gründe ihrer Verhaftung mit den Drogenvorwürfen zu vertuschen, um zu verhindern, dass der Fall über die Niederländische Regierung internationale Aufmerksamkeit erlangt. [s. http://www.iranhumanrights.org/2011/01/zahra_bahrami_daughter/]

Nayebpour erklärte, ihre Mutter habe nie Drogen genommen. „Sie raucht nicht einmal Zigaretten, von Drogen ganz zu schweigen“, sagte sie.

Ihre Mutter sei aus politischen Gründen für ihre Teilnahme an den Protesten des Jahres 2009 verhaftet worden. Später sei dieser Vorwurf jedoch völlig beiseite gelassen worden, stattdessen seien die Drogenvorwürfe konstruiert worden, „um Öffentlichkeit und Menschenrechtsaktivisten abzulenken.“

Die 45jährige Zahra Bahrami, die über ein abgeschlossenes Musikstudium verfügt, war bei den Protesten von Ashura im Dezember 2009 verhaftet worden. Im November vergangenen Jahres wurde sie wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt. Dem Gericht zufolge waren in ihrem Haus 400 Gramm Kokain und 400 Gramm Opium gefunden worden.

Sowohl der iranische Justizsprecher als auch das Außenministerium hatten mitgeteilt, dass Zahra Bahrami im Zusammenhang mit Drogenvergehen zum Tode verurteilt worden sei.

Das Urteil ist noch nicht offiziell rechtskräftig und wird derzeit von der Staatsanwaltschaft geprüft.

Das niederländische Außenministerium zeigt sich besorgt über Bahramis Fall und hat seine Botschaft in Teheran beauftragt, den Fall aufmerksam zu verfolgen und sicherzustellen, dass Frau Bahrami einen fairen Prozess erhält.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 26. Januar 2011
Quelle (Englisch): http://radiozamaneh.com/english/content/daughter-says-mother-forced-make-false-confessions-iran
Originaltitel: Daughter says mother forced to make false confessions in Iran

In diesem Zusammenhang erscheint auch der folgende Artikel in einem interessanten Licht:
„Iran ist einer der weltweit größten Heroinhändler“ (Die Welt, 21. Januar 2011)

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Eine Antwort zu “Zahra Bahramis Todesurteil wegen Dogenbesitzes beruht auf erpressten Geständnissen, sagt Tochter

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