Rahnavard: „Die iranischen Frauen stehen an der Seite ihrer Schwestern in der arabischen Welt“

Zahra Rahnavard

GVF, 3. Februar 2011 – Die Autorin und Professorin Zahra Rahnavard hat die Rolle der Frauen in Tunesien und Ägypten im Kampf für die Freiheit gelobt und erklärt, die Frauen in Iran stünden „im Kampf gegen die Tyrannei an ihrer Seite“. Nur wenige Tage vor Rahnavards Statement über den Kampf der arabischen Frauen für einen Wechsel in der arabischen Welt hatte auch ihre Ehemann, der Führer der Grünen Bewegung Mir Hossein Moussavi, die Demokratiebewegungen im Nahen Osten und Nordafrika gelobt und gesagt, diese Bewegungen hätten sehr wahrscheinlich mit den Demokratiebestrebungen des iranischen Volkes zu tun, die sich nach der gefälschten Präsidentschaftswahl von 2009 manifestiert hatte.

GVF hat Zahra Rahnavards ursprünglich auf Mir Hossein Moussavis Webseite Kalemeh veröffentlichtes Statement [ins Englische] übersetzt.

„Mehr als je zuvor sind die Revolutionen, Bewegungen und Kämpfe unterdrückter Nationen heute gegen diktatorische Systeme, Klassenunterschiede, Täuschung, Korruption und Inkompetenz der Regimes gerichtet. Das Kernziel der Menschen ist es, Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung zu erreichen, den totalitären Polizeistaat abzuschaffen und zu erreichen, dass der Staat sich nicht in ihr Privatleben einmischt.

Ihr, die mutigen Frauen in Ägypten, Tunesien und anderen tyrannisch regierten Ländern, habt an der Seite eurer Völker mit euren Opfern und eurem Widerstand gegen Unterdrückung, Tyrannei und Gewalt ein neues Kapitel in der Geschichte des Kampfes der Völker aufgeschlagen.

Die Grüne Bewegung in Iran, die nach einer von einem Putsch überschatteten Wahl mit der Parole „Wo ist meine Stimme“ ihren Anfang nahm, wurde infolge von hartem Durchgreifen und Gewalt [seitens des Regimes] schnell zu einem Kristallisationspunkt für die unterschiedlichen Forderungen der Menschen, umrissen vom Wunsch nach Freiheit, Demokratie und freien Wahlen.

In diesem ungleichen Kampf standen die Frauen an der Seite des Volkes, zeitweise an vorderster Front, und opferten ihre Lieben, ihre Kinder und Ehemänner für diesen heiligen Weg.

Viele unserer lieben jungen Leute, viele Nedas, Sohrabs, Ashkans, Shabnams, Alis und Mohsens, und viele weitere ermordete junge Menschen, sind nur Beispiele für die vielen Märtyrer, die der Kampf um Freiheit und Sicherung der Rechte des Volkes fordert. Auf diesem Weg [in diesem Kampf] füllten sich die iranischen Gefängnisse mit jungen, freiheitsliebenden Menschen. Sie wurden körperlich und psychisch gefoltert. Sie wurden ohne Rücksicht auf Normen, Richtlinien und Gesetze, ohne Achtung ihrer Rechte als Gefangene, zu harten Strafen verurteilt, die von Hinrichtung bis zu Haftstrafen und Exil reichen, in der irrigen Annahme, dass man es damit irgendwie schaffen würde, die Menschen davon abzuschrecken, für ihre Rechte zu kämpfen.

Jetzt und heute sind wir, die Frauen Irans, stolz darauf, an der Seite unserer Schwestern in den mutig kämpfenden Ländern zu stehen. Wir stehen an der Seite aller mutigen Nationen, die von Tyrannen beherrscht werden, wie in Ägypten und Tunesien.  (Wir haben die Hoffnung), dass wir bald erleben werden, wie Freiheit und Demokratie [in diesen Ländern] Wirklichkeit werden.“

Veröffentlicht bei Green Voice of Freedom am 3. Februar 2011
Quelle (Englisch): http://en.irangreenvoice.com/article/2011/feb/03/2718

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