Iranische Demonstranten versuchen, Sicherheitsaufgebot zu durchbrechen

Imam Hossein-Platz (Zeitpunkt der Aufnahme nicht angegeben)

Zamaaneh, 14. Februar 2011 – Nach dem Demonstrationsaufruf der Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi sind in ganz Teheran Sicherheitskräfte stationiert worden.

Wie Reuters berichtet, sind an allen Hauptverkehrswegen der Stadt Sicherheitskräfte präsent. Sie blockieren die Eingänge der U-Bahn-Station an der von Norden durch das Stadtzentrum nach Süden führenden Vali-Asr-Straße. Damit soll offenbar verhindert werden, dass Menschen sich am Ausgangspunkt der Demonstration, dem Imam-Hossein Platz, versammeln können.

Mehrere Augenzeugen berichten, dass Tränengas zum Einsatz kam um die Menschen zu zerstreuen und größere Ansammlungen zu verhindern.

Die Webseite Kalemeh berichtet, dass sich tausende Menschen auf dem Platz der Revolution (Enghelab-Platz) versammelt haben. Die Sicherheitskräfte hätten keine Gewalt gegen die Demonstranten angewandt.

Ein Augenzeuge berichtete Zamaaneh, dass eine Versammlung von etwa 5000 Menschen in der Jamalzadeh-Straße von Anti-Aufruhr-Einheiten angegriffen wurde, über Festnahmen wurde nichts berichtet.

Während offizielle Berichte besagen, dass Moussavis Haus unter strenger Bewachung steht und alle Kommunikationswege blockiert sind, hieß es bei Al-Arabiyah vor einiger Zeit, dass Moussavi und seine Frau Zahra Rahnavard sich den Demonstrationen angeschlossen hätten.

In den staatlichen Medien wird die Tatsache, dass die Menschen dem Demonstrationsaufruf zu Tausenden gefolgt sind, mit keinem Wort erwähnt.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 14. Februar 2011
Quelle (Englisch): http://radiozamaneh.com/english/content/iranian-protesters-try-bypass-heavy-security-deployment

Anm. d. Übers.: Da die Nachrichtenlage aufgrund der Internetsituation und des Berichtsverbots für unabhängige Journalisten derzeit sehr unübersichtlich ist, lassen sich die Meldungen bislang schwer überprüfen. Zudem kursierten heute leider auch wieder Falschmeldungen und sogar gefälschte Videos. Es empfiehlt sich daher, Zahlenangaben, Meldungen über Tote, Verletzte und andere Details unter Vorbehalt zu sehen.

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