Moussavis Haus soll jetzt mit Metallabsperrungen abgeriegelt sein

Archivbild

GVF, 19. Februar 2011 – „Mit hohen Eisenzäunen machen sie Moussavis und Rahnavards Haus zu einem Gefängnis“. Mit diesen Worten beschreiben nach Angaben der offiziellen Webseite Moussavis, Kalemeh, „Mitarbeiter des Präsidentenbüros sowie Ärzte und Patienten des in der Nähe der Akhtari-Straße gelegenen Shahid- Shourideh-Krankenhauses“ die neuesten Entwicklungen vor dem Wohnhaus des früheren Ministerpräsidenten. „Mehrere ehrbare Mitarbeiter im Büro des Präsidenten haben Kalemeh darüber informiert, dass (Sicherheits-)Agenten derzeit damit beschäftigt sind, am Eingang zu Moussavis Haus einen hohen Metallzaun zu errichten.“

Nach den Protesten der Opposition in Solidarität mit den jüngsten Revolten in der arabischen Welt hatte Ahmad Jannati, der Vorsitzende des Wächterrates während des Freitagsgebetes die vollständige Isolation der Führer der Grünen Bewegung und einen uneingeschränkten Hausarrest gegen die beiden Oppositionsführer Moussavi und Mehdi Karroubi gefordert.

„Die Führer des Aufruhrs müssen unter Hausarrest gesetzt werden, und ihre Telefon- und Internetverbindungen müssen gekappt werden“, forderte Jannati. „Was die Justiz tun kann und soweit ich weiß bereits in Betracht zieht, ist die komplette Isolation [der beiden] von der iranischen Bevölkerung, damit sie keine weiteren Erklärungen mehr (an die Adresse des iranischen Volkes) abgeben können.“

Seit dem Sommer 2010 und den Angriffen staatlich unterstützter Schläger gegen Mehdi Karroubis Haus haben die Behörden die Restriktionen gegen die Oppositionsführer verstärkt und gleichzeitig die Einschüchterung aller Personen betrieben, die mit ihnen in Kontakt treten wollten.

Vor sechs Monaten hatten die Restriktionen gegen Moussavi und seine Frau ein neues Stadium erreicht, als ein Transporter mit Sicherheitsagenten vor Moussavis Büro stationiert wurde. Aktivisten, Journalisten, Politiker und andere Besucher wurden nicht zu Moussavi und Rahnavard durchgelassen, manche wurden für mehrere Stunden festgenommen und unter Auflagen freigelassen.

Nach der enormen Beteiligung an der Demonstration der Grünen Bewegung am 14. Februar wurden Moussavi und Rahnavard vollständig unter Hausarrest gesetzt. Seit dem 16. Februar und der Entlassung seiner gesamten Leibwache gibt es keine Informationen mehr über das Paar. Derzeit können sich nicht einmal Moussavis nächste Verwandte – einschließlich seiner Töchter – dem Haus der Familie nähern.

In seinem letzten Interview mit Kalemeh hatte Moussavis Chefberater Ardeshir Amir-Arjomand gesagt, dass „Herr Moussavi und Frau Rahnavard von den Sicherheitskräften mit Nahrungsmitteln versorgt werden, was uns große Sorgen macht…  Ich möchte noch einemal betonen, dass die Regierung für ihre Sicherheit verantwortlich ist.“

Veröffentlicht bei Green Voice of Freedom am 19. Februar 2011
Quelle (Englisch): http://en.irangreenvoice.com/article/2011/feb/19/2808
Originaltitel: Mousavi house arrest enters ’new phase‘

Nachtrag 20. Februar:
Dieses Video zeigt den mit dem Eisengitter versperrten Zugang zur Straße, in der Moussavi wohnt

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