Noch keine Reaktion auf Muhammad Alis Bitte um Freilassung inhaftierter Amerikaner

Boxlegende Muhammad Ali

RFE/RL, 1. April 2011 – WASHINGTON — Bislang haben die iranischen Behörden noch nicht auf den Brief des ehemaligen Schwergewichts-Champions Muhammad Ali reagiert, in dem er sich für die Freilassung der beiden jungen Amerikaner einsetzt, die unter Spionageverdacht in Iran inhaftiert sind. Dies berichtet Radio Farda von RFE/RL.

Ali hatte in seinem Brief den iranischen obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei gebeten, die beiden im Juli 2009 im iranisch-irakischen Grenzgebiet gemeinsam mit der Amerikanerin Sarah Shourd festgenommenen Amerikaner Josh Fattal und Shane Bauer freizulassen.

Die drei haben angegeben, im Norden des Irak gewandert zu sein. Falls sie die Grenze zwischen den beiden Ländern überschritten hätten, so sei dies nicht absichtlich geschehen. Iran hat die drei wegen Spionageverdachts vor Gericht gestellt – Sarah Shourd in Abwesenheit, da sie im September letzten Jahres in die USA zurückkehren durfte.

Alis Ehefrau Yolanda sagte gegenüber Radio Farda am 31. März, dass bislang keine Antwort auf den Brief ihres Mannes erfolgt sei. Das Ehepaar habe jedoch weiter Hoffnung, eine Antwort zu erhalten.

„(Khamenei) muss uns nicht unbedingt persönlich kontaktieren – das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Bewegung in die Sache kommt und die beiden freikommen“, sagte Yolanda Ali.

„Dinge brauchen Zeit, und wir glauben und hoffen auf Allah, dass er es möglich machen wird, dass der Ayatollah und die Regierungsmächte in Iran auf den Brief reagieren. Wir versuchen, ihnen viel Zeit zu geben, um den Brief zu verarbeiten und eine Antwort zu formulieren, wie auch immer diese aussehen wird. Alles liegt in Gottes Hand.“

Der zum Islam konvertierte Ali hatte an Khamenei als an seinen muslimischen Bruder appelliert, die beiden Amerikaner aus Beweggründen der Barmherzigkeit freizulassen.

Seiner Frau zufolge ist Ali „kein politisches Wesen“ und halte den Fall der inhaftierten Amerikaner nicht für eine politische Angelegenheit.

„Wir mischen uns nicht in die Politik von Regierungen ein, das haben wir nie getan. Unser Interesse gilt den Menschen und was gut für sie ist. Wir hoffen, dass der Brief in diesem Sinne aufgenommen wurde – ich bin sicher, dass es so ist. Muhammad will dazu beitragen, dass die beiden Wanderer freigelassen werden. Sonst nichts“, so Yolanda Ali.

Der 69 Ali ist dreimaliger Sieger im Schwergewicht. Den ersten Sieg errang er 1964 über Sonny Liston, den letzten in 1978. Für viele ist er der berühmteste Boxchampion der Welt.

Veröffentlicht bei Radio Free Europe/Radio Liberty am 1. April 2011
Quelle (Englisch): http://www.rferl.org/content/iran_yet_to_respond_to_muhammad_ali_plea_for_jailed_americans/3543877.html

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