Geistlicher: Khamenei war kein gewöhnliches Baby

Irans oberster Führer hat jetzt einen neuen Status

RFE/RL, 15. April 2011 – Die meisten Babies schreien bei ihrer Geburt. Nicht so der iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei: Der rief bei seiner Geburt den Namen des ersten Imams der Schiiten. Jedenfalls sagt das Ayatollah Mohammad Saeedi, der Leiter der Freitagsgebete in der heiligen iranischen Stadt Qom.

In einem zirkulierenden Video, das auch im iranischen Fernsehen gezeigt worden sein soll, erzählt Saeedi seinen Zuhörern eine Anekdote über Khameneis Geburt. Demzufolge habe Khameneis Halbschwester berichtet, dass die Hebamme, die Khameneis Mutter bei der Geburt half, ihr erzählt habe, dass Khamenei kurz vor dem Austritt aus dem Mutterleib „Ya Ali“ gesagt habe. Die Hebamme habe darauf erwidert „Möge Ali dich beschützen“.

Khameneis Anhänger haben sich bemüht, seinen religiösen Status aufzuwerten. Viele nennen ihn Imam Khamenei und behaupten, er sei ein Gehilfe des Verborgenen Imam, der bei seiner Wiederkehr für Frieden und Gerechtigkeit auf Erden sorgen wird.

Während Khameneis Reise nach Qom im Oktober wurde berichtet, dass Kopien seines Familienstammbaums verteilt wurden, die ihn als Nachkommen des vierten Imams der Schiiten auswiesen.

Einige Blogger behaupten, dass die Innenbeleuchtung in Khameneis Wagen während seines Besuchs in Qom dazu diente, ihm einen künstlichen Heiligenschein zu verleihen.

Saeedis Geschichte verfolgt offenbar ein ähnliches Ziel.

Beobachtern zufolge war Khameneis Status nach seiner Unterstützung Mahmoud Ahmadinejads während der auf die Präsidentschaftswahl von 2009 folgenden Krise ernsthaft beschädigt worden. Vor der umstrittenen Wahl war es tabu, Khamenei zu kritisieren. Diese rote Linie trauten sich nur wenige zu überschreiten. Seit den Wahlen von 2009 ist der iranische Führer zur Zielscheibe für Kritik geworden und wurde direkt für die Menschenrechtsverletzungen im Land verantwortlich gemacht.

Bei Protesten der Opposition sollen Bilder von Khamenei zerrissen und verbrannt worden sein, viele Demonstranten haben sich mit ihren Parolen direkt gegen ihn geäußert.

Golnaz Esfandiari

Veröffentlicht bei Radio Free Europe/Radio Liberty am 15. April 2011
Quelle (Englisch): http://www.rferl.org/content/persian_letters_khamenei_was_no_ordinary_baby/3558131.html

3 Antworten zu “Geistlicher: Khamenei war kein gewöhnliches Baby

  1. Günter Haberland

    Und meine ersten Worte waren: „e=mc²“ :-D))))))))

  2. Pingback: Khamenei: auch schon als Kind … « Entdinglichung

  3. Pingback: News vom 16. April 2011 « Arshama3's Blog

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