Tagesarchiv: 18. April 2011

Iranische Arbeiter protestieren gegen Lohnzahlungsrückstände

RFE/RL, 18. April 2011 – Arbeiter in der nordwestiranischen Stadt Ghazvin haben in den letzten Tagen für die Zahlung ihrer ausstehenden Löhne demonstriert.

Wie die reformorientierte Webseite Jaras berichtet, demonstrierten Dutzende Arbeiter aus der in Ghazvin ansässigen Textilindustrie am 16. April vor dem Präsidentenbüro [? „Presidential Institute“] in Teheran. Sie geben an, seit mehr als einem Jahr nicht mehr ausbezahlt worden zu sein. Weiterlesen

Shirin Ebadi macht UN auf Gewalt gegen Demonstranten in Ahvaz aufmerksam

Shirin Ebadi

Zamaaneh, 18. April 2011 – Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi hat die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen aufgerufen, sich mit den jüngsten Ereignissen in der südwestiranischen Stadt Ahvaz zu beschäftigen. In einem Brief an Navi Pillay schreibt Ebadi, sunnitische Iraner in der Hauptstadt der Provinz Khuzestan hätten am 16. April mit einer friedlichen Demonstration gegen ihre „schlimme Lage und Diskriminierung“ protestiert, als sie von Sicherheitskräften der Islamischen Republik angegriffen wurden.

Ebadi zufolge wurden bei den Zwischenfällen mehr als 12 Personen getötet, 20 Menschen verletzt und Dutzende verhaftet. Das Schicksal der Verhafteten ist laut Ebadi ungewiss, ihren Angehörigen sei mit Verfolgung gedroht worden, sollten sie sich öffentlich äußern. Berichten zufolge sollen unter den Verhafteten auch Personen sein, die arabischsprachigen Medien Interviews gegeben hatten. Weiterlesen

Journalistin Nazanin Khosravani zu 6 Jahren Haft verurteilt

GVF, 18. April 2011 – Die iranische Journalistin Nazanin Khosravani ist zu 6 Jahren Haft verurteilt worden. Dies berichtet die Webseite der Grünen Bewegung Kalemeh am Montag.

Khosravanis Anwältin Farideh Gheirat sagte dazu: „Meine Klientin wurde in Abteilung 26 des Revolutionsgerichts wegen Versammlung und Verkunkelung zwecks Gefährdung der nationalen Sicherheit und regimefeindlicher Propaganda zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt“. Gheriat wurde eigenen Angaben zufolge am 16. April über die Entscheidung des Gerichts informiert und hat 20 Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen. Weiterlesen