Tagesarchiv: 22. April 2011

Textilarbeiter streiken in Kashan

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Iran Labor Report, 22. April 2011 – Am 5. April haben Textilarbeiter aus Kashan sich vor [offiziellen?] Gebäuden der Provinzstadt versammelt, um gegen sinkende Wochenlöhne und Neujahrsgratifikationen zu protestieren. Wie mehrere demonstrierende Arbeiter gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Iran Labour News Agency (ILNA) erklärten, schulden die Arbeitgeber ihnen 30 Monatslöhne. Ihnen seien Zahlungen von wöchentlich 80 Dollar zugesagt worden, die die Fabrik aber seit drei Wochen nicht mehr geleistet habe.

Die Arbeiter beschwerten sich zudem darüber, dass sie ihre letzten [Neu-]Jahrs-Boni nicht erhalten hätten. 400 Arbeitern war Entlassung [„retirement“ – Entlassungsentschädigungen? Alterspensionen?] zugesichert worden, die Ankündigungen seien aber nicht wahr gemacht worden.

Die Textilfabrik Kashan beschäftigte früher 7000 Arbeiter; jetzt sind es nur noch etwa 1150.

Veröffentlicht bei Iran Labor Report am 22. April 2011
Quelle (Englisch): http://iranlaborreport.com/?p=1497

Norwegen verurteilt „grotesken“ Anstieg öffentlicher Hinrichtungen in Iran

GVF/AFP, 22. April 2011 – Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Stoere hat am Donnerstag den jähen Anstieg der Zahl öffentlicher Hinrichtungen und die häufige Anwendung der Todesstrafe in Iran scharf verurteilt. „Die steigende Zahl öffentlicher Hinrichtung mit brutalen Methoden wie Erstickung durch Aufhängen an Kränen ist ganz besonders grotesk und einer modernen Gesellschaft nicht würdig“, sagte Stoere in einer Erklärung. Weiterlesen

Kurzmeldungen aus Iran – 21. April 2011

Tehran Bureau, 21. April 2011 (Auszüge)

1. Iran und die arabische Welt
Mohamed Ahmed el-Tayeb, Imam an der Kairoer Al-Azhar-Moschee und eine der höchsten Autoritäten im sunnitischen Islam, hat Iran aufgefordert, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der arabischen Länder einzumischen. Mehrere arabische Länder hatten Iran zuvor vorgeworfen, bei politischen Unruhen in der Region mitzumischen – vor allem in Bahrain, wo eine sunnitische Monarchie über eine schiitische Bevölkerungsmehrheit herrscht, die politische Reformen fordert. Weiterlesen

Pro-Ahmadinejad-Webseiten in Iran gefiltert

Zamaaneh, 22. April 2011 – Die Kommission zur Internetfilterung der Islamischen Republik hat mindestens vier iranische Webseiten, die bekanntermaßen Mahmoud Ahmadinejad unterstützen, gefiltert.

Die Webseiten Dowlatyar, Mahramaneh News, Bakeri-on-line und Rahva wurden nach dem Gezerre um den Rücktritt und die Wiedereinsetzung von Geheimdienstminister Heydar Moslehi gehackt. Die Episode, die die zwischen Präsident Ahmadinejad und dem obersten Führer herrschende Kluft offenlegte, ist noch immer nicht auf der offiziellen Webseite des Präsidenten veröffentlicht worden. Weiterlesen

Iran: Geächtete Krankheit Aids (NDR)

Gesendet bei NDR am 30.11.2010

Das Aids-Zentrum des Imam-Khomeni-Krankenhauses in Teheran dürfte es nach dem Willen der Machthaber gar nicht geben. Besuch eines Ortes, der eigentlich tabu ist.

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