Inhaftierter iranischer Journalist protestiert mit Hungerstreik gegen sein Urteil

Mohammad Nourizad

Zamaaneh, 28. April 2011 – Fatemeh Maleki, die Ehefrau des inhaftierten iranischen Journalisten Mohammad Nourizad, ist in tiefer Sorge um ihren Mann, der sich seit letztem Monat im Hungerstreik befindet. Wie Maleki berichtet, verweigert ihr Mann sogar Besuche und Telefonate.

Nourizad hatte seinen Hungerstreik letzten Monat aus Protest gegen seine Einzelhaft und das ihm bevorstehende Urteil begonnen.

„Ich werde Nahrung, Telefonkontakte, Besuche und Hafturlaub veweigern, bis meine Forderungen erfüllt werden. Ich proteste gegen alle gegen mich gefällten Urteile. Ich werde diesen Weg fortsetzen, bis ich ein Ergebnis habe, und alles, was mir zustößt, ist von denen zu verantworten, die mich verurteilt und eine Rolle bei meiner Inhaftierung in Abteilung 2A gespielt haben“, schreibt Nourizad in einem an den Teheraner Staatsanwalt Abbas Jafari Dowlatabadi adressierten Brief. „Meine Inhaftierung in Abteilung 2A ist illegal. Ich verlange, in die allgemeine Abteilung 350 verlegt zu werden.“

Nourizad war im Dezember 2009 verhaftet und wegen „Beleidigung von Offiziellen und regimefeindlicher Propaganda“ angeklagt worden. Er ist zu dreieinhalb Jahren Haft und 50 Peitschenhieben verurteilt.

Nourizad wurde verurteilt, weil er mehrere kritische Briefe an den obersten Führer Ayatollah Khamenei schrieb, in denen er dessen Rolle bei der Niederschlagung der Proteste nach der Präsidentschaftswahl von 2009 kritisierte.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 28. April 2011
Quelle (Englisch): http://radiozamaneh.com/english/content/iranian-journalist-protests-against-sentences-hunger-strike

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