Neue Appelle für kranken inhaftierten Arbeiteraktivisten Mansour Osanloo

Mansour Osanloo

RFE/RL, 28. April 2011 – Angehörige und Unterstützer des inhaftierten iranischen Gewerkschaftsführers Mansour Osanloo haben ihre Appelle an die Behörden erneuert, Osanloo zwecks medizinischer Behandlung freizulassen, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Dies berichtet Radio Farda von RFE/RL.

Osanloo, der Führer der Gewerkschaft der Teheraner Busbetriebe, leistet zur Zeit eine fünfjährige Haftstrafe ab, zu der er wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ verurteilt wurde. Der Fall hatte bei Menschenrechtsgruppen und internationalen Gewerkschaftsorganisationen heftige Kritik ausgelöst.

Die internationale Organisation „International Transport Workers‘ Federation“ erklärte heute, ihr lägen Informationen vor, dass Osanloos Herzleiden sich verschlimmert habe und er umgehend operiert werden müsse.

„Ich glaube, die Regierung fürchtet sich noch immer davor, dass jemand wie Osanloo viel für das Fortkommen der unabhängigen Arbeiterbewegung in Iran bewirken könnte, und das ist der Grund, warum sie ihn völlig grundlos im Gefängnis festhalten“, erklärte Mac Urata, Sekretär der Inlands-Transport-Sektion von ITF.  „Aus Berichten, die wir aus Iran bekommen, wissen wir sehr genau, dass sein Gesundheitszustand sich verschlechtert, insbesondere sein Herzleiden verschlimmert sich immer mehr. Die Regierung muss Osanloo umgehend freilassen, damit er besser behandelt werden und operiert werden kann.“

Osanloos Mutter Fatemeh Golghezi berichtete Radio Farda heute, ihr Sohn habe drei verstopfte Arterien.

„Wenn er nicht bald operiert wird, wird sich sein Zustand weiter verschlechtern, und ich kann dafür nur die Behörden verantwortlich machen“, sagte sie. „Wir haben in letzter Zeit mehrere Anträge gestellt und mehrere Ärzte aufgesucht, aber von den Behörden haben wir keine Genehmigung für eine medizinisch begründete Haftunterbrechung erhalten.“

Osanloo habe nur noch vier Monate seiner Haftstrafe abzuleisten, so Golghezi.

Veröffentlicht bei Radio Free Europe/Radio Liberty am 28. April 2011
Quelle (Englisch): http://www.rferl.org/content/sick_iranian_labor_activist/16797095.html

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