Tagesarchiv: 28. April 2011

Inhaftierter iranischer Journalist protestiert mit Hungerstreik gegen sein Urteil

Mohammad Nourizad

Zamaaneh, 28. April 2011 – Fatemeh Maleki, die Ehefrau des inhaftierten iranischen Journalisten Mohammad Nourizad, ist in tiefer Sorge um ihren Mann, der sich seit letztem Monat im Hungerstreik befindet. Wie Maleki berichtet, verweigert ihr Mann sogar Besuche und Telefonate.

Nourizad hatte seinen Hungerstreik letzten Monat aus Protest gegen seine Einzelhaft und das ihm bevorstehende Urteil begonnen.

„Ich werde Nahrung, Telefonkontakte, Besuche und Hafturlaub veweigern, bis meine Forderungen erfüllt werden. Ich proteste gegen alle gegen mich gefällten Urteile. Ich werde diesen Weg fortsetzen, bis ich ein Ergebnis habe, und alles, was mir zustößt, ist von denen zu verantworten, die mich verurteilt und eine Rolle bei meiner Inhaftierung in Abteilung 2A gespielt haben“, schreibt Nourizad in einem an den Teheraner Staatsanwalt Abbas Jafari Dowlatabadi adressierten Brief. „Meine Inhaftierung in Abteilung 2A ist illegal. Ich verlange, in die allgemeine Abteilung 350 verlegt zu werden.“ Weiterlesen

Mostafa Tajzadehs Zustand nach 11 Monaten Einzelhaft immer schlechter

Mostafa Tajzadeh

Kalemeh/Persian2English – Nach neuesten Berichten aus dem Evin-Gefängnis wird Mostafa Tajzadehs körperlicher Zustand immer besorgniserregender.

Tajzadeh, ein führendes Mitglied der Mojahedin der Islamischen Revolution (nicht zu verwechseln mit der verbotenen Organisation MKO), musste vor neun Monaten ins Evin-Gefängnis zurückkehren, nachdem sieben Reformer eine Beschwerde über Kommandant Moshfegh* verfasst hatten. Sein körperlicher Zustand soll extrem schlecht sein. Weiterlesen

Iranischer Schriftsteller mit Menschenrechtspreis ausgezeichnet

Houshang Asadi

Rooz, 28. April 2011 – Houshang Asadi wird für seine bemerkenswerten Memoiren „Briefe an meinen Folterer“ mit dem Internationalen Menschenrechtspreis 2011 ausgezeichnet. Das Buch wurde bei Oneworld Publications veröffentlicht.

Der Preis
Der Menschenrechtspreis wurde in Wien von der österreichischen Bücher- und Medienindustrie in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Kunst und Kultur ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden Journalisten und Schriftsteller geehrt, die sich der Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen verschrieben haben. Der Preis wird für das Buch verliehen, das dieses Ziel nach Auffassung der Jury am eindrücklichsten verwirklicht. Weiterlesen