Tagesarchiv: 8. Mai 2011

Inhaftierter Journalist nach wochenlangem Hungerstreik freigelassen

Mohammad Nourizad

Zamaaneh, 8. Mai 2011 – Der iranische Filmemacher und Journalist Mohammad Nourizad ist nach fast zwei Jahren Haft heute freigelassen worden.
Nourizads Ehefrau Fatemeh Maleki hatte letzte Woche berichtet, dass ihr Mann sich seit mehr als 40 Tagen in einem Hungerstreik befinde und weder Besuch noch Telefonate annehme. Er hatte der Staatsanwaltschaft gegenüber angekündigt, seinen Hungerstreik so lange fortsetzen zu wollen, bis seine Forderungen erfüllt werden.

Nourizad war nach der iranischen Präsidentschaftswahl von 2009 verhaftet und wegen „Beleidigung öffentlicher Offizieller und regimefeindlicher Propaganda“ zu 3,5 Jahren Haft und 50 Peitschenhieben verurteilt worden. Weiterlesen

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Aufsichtsgremium für die nächsten Wahlen eingerichtet

Zamaaneh, 8. Mai 2011 – Die größte konservative Fraktion in der politischen Landschaft Irans, die Prinziplisten, haben zwecks Verhinderung jeder „illegalen“ Einmischung der Regierung in die Parlamentswahlen im nächsten Jahr ein Gremium eingerichtet. Weiterlesen

Iranische Aktivisten verurteilen Verhaftung von Alireza Rejai

Alireza Rejai

Zamaaneh, 8. Mai 2011 – Über 200 iranische Aktivisten haben in einer Erklärung die „illegale Verhaftung“ des führenden Mitglieds des iranischen National-Religiösen Rats und der Iranischen Journalistenvereinigung Alireza Rejai verurteilt.

Die Unterzeichner des heute auf der oppositionellen Webseite Jaras veröffentlichten Statements erklären, die Regierung bringe mit der Verhaftung Rejais und vieler vergleichbarer anderer Aktivisten „die nach Demokratie rufende Stimme zum Schweigen“.

„Weder die wirtschaftliche und politische Krise, noch die Unzufriedenheit der iranischen Bevölkerung werden sich mit Drohungen und Einschüchterungen gegen die Opposition lösen lassen“, heißt es weiter. „Das Land ist in Gefahr, und die Autokraten ignorieren das Leiden der Bevölkerung und das Schicksal des Landes, wenn sie politische Aktivisten, Gewerkschafter und Arbeiteraktivisten, Journalisten, Schriftsteller und Denker einsperren.“ Weiterlesen