Inhaftierter Journalist nach wochenlangem Hungerstreik freigelassen

Mohammad Nourizad

Zamaaneh, 8. Mai 2011 – Der iranische Filmemacher und Journalist Mohammad Nourizad ist nach fast zwei Jahren Haft heute freigelassen worden.
Nourizads Ehefrau Fatemeh Maleki hatte letzte Woche berichtet, dass ihr Mann sich seit mehr als 40 Tagen in einem Hungerstreik befinde und weder Besuch noch Telefonate annehme. Er hatte der Staatsanwaltschaft gegenüber angekündigt, seinen Hungerstreik so lange fortsetzen zu wollen, bis seine Forderungen erfüllt werden.

Nourizad war nach der iranischen Präsidentschaftswahl von 2009 verhaftet und wegen „Beleidigung öffentlicher Offizieller und regimefeindlicher Propaganda“ zu 3,5 Jahren Haft und 50 Peitschenhieben verurteilt worden.

Seine Freilassung wurde auf Nourizads persönlicher Webseite bekannt gegeben; Angaben darüber, ob die Freilassung an Bedingungen geknüpft war, wurden nicht gemacht.

Die Anklagen gegen Nourizad bezogen sich auf eine Reihe kritischer Briefe, die der Journalist an den obersten Führer Ayatollah Khamenei geschrieben hatte.

Vor der Präsidentschaftswahl von 2009 hatte die oppositionelle Webseite Kalemeh Nourizad als „überzeugten Gegner der Reformbewegung“ bezeichnet. Nach der umstrittenen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinejads hatte Nourizad sich jedoch den Regierungskritikern angeschlossen.

Vor seiner Verhaftung war er Kolumnist bei der regimetreuen Tageszeitung Keyhan.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 8. Mai 2011
Quelle (Englisch): http://www.radiozamaneh.com/english/content/jailed-journalist-released-after-weeks-hunger-strike

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