Tagesarchiv: 6. Juni 2011

Interview mit Amir-Arjomand („Grüner Pfad der Hoffnung“): Nach dem 12. Juni wird nicht mehr schweigend protestiert

Ardeshir Amir Arjomand

GVF, 6. Juni 2011 – Nach den Worten von Mir Hossein Moussavis Chefberater Ardeshir Amir Arjomand werden die Demonstrationen gegen die Regierung nach dem 12. Juni nicht mehr in Schweigen verlaufen.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung hatte der Koordinationsrat des „Grünen Pfades der Hoffnung“ – des höchsten Entscheidungsgremiums der Grünen Bewegung *) – anlässlich des 2. Jahrestages der Präsidentschaftswahl von 2009 am 12. Juni zu einem Schweigemarsch aufgerufen. Die Wahl wurde von massivem Wahlbetrug überschattet und von einem beispiellos brutalen Vorgehen gegen die Proteste gegen das Wahlergebnis gefolgt. Weiterlesen

Iran will sich vom World Wide Web abkoppeln

Zamaaneh, 6. Juni 2011 – Nach einem Bericht des Wall Street Journal beabsichtigt Iran, sich mit der Etablierung eines intern betriebenen eigenen Internets vom World Wide Web abzukoppeln.  Iran plane, innerhalb von zwei Jahren ein eigenes staatlich betriebenes Internet einzurichten, heißt es in dem Bericht. Die iranischen Behörden hätten vor, bei der Zensur des Internetzugangs für die Bevölkerung noch wesentlich weiter zu gehen als bisher. Weiterlesen

Weibliche politische Gefangene fordern Aufklärung des Todes von Haleh Sahabi

Haleh Sahabi

Zamaaneh, 6. Juni 2011 – Weibliche politische Gefangene in Iran haben in einer Erklärung die „Lügen der regierungstreuen Medien über den Tod Haleh Sahabis“ verurteilt und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen gefordert.

Die Aktivistin Sahabi war gestorben, nachdem Sicherheitskräfte der Islamischen Republik bei der Beisetzung ihres kurz zuvor verstorbenen Vaters eingegriffen und sie Augenzeugenberichten zufolge geschlagen hatten.

Sahabi verbüßte eine Haftstrafe für ihre Beteiligung an den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl Mahmoud Ahmadinejads in 2009. Nachdem ihr 81jähriger Vater ins Koma gefallen war, war sie vorübergehend freigelassen worden. Weiterlesen

Iran erklärt Baha’i-Universität für illegal

Zamaaneh, 6. Juni 2011 – Das Baha’i-Institut für Höhere Bildung (BIHE) in Iran ist vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie zu einer „illegalen“ Organisation erklärt worden.

Die Nachrichtenagentur ISNA zitiert aus der entsprechenden Erklärung des Ministers: „Die Online-Universität BIHE hat von keinem Ministerium eine Arbeits-Genehmigung erhalten; somit sind all ihre Aktivitäten illegal“. Alle von der Universität ausgestellten Diplome und Abschlüsse hätten „keinerlei gesetzliche Gültigkeit“. Weiterlesen