Mansour Osanloos Hafturlaub auf 1 Monat verlängert

Mansour Osanloo

RAHANA, 7. Juni 2011 – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Teheraner Busbetriebe (Sherkat-e Vahed) Mansour Osanloo war am 2. Juni 2011 in einen 4tägigen Hafturlaub entlassen worden. Nach Angaben seiner Ehefrau wurde dieser Hafturlaub nun auf einen Monat verlängert. Osanloo ist zur Zeit zu Hause bei seiner Familie.

Parvaneh Osanloo, die Ehefrau des Gewerkschaftsaktivisten und Gewissensgefangenen, berichtet: „Offizielle Stellen haben mündlich mitgeteilt, dass Herr Osanloo ein Monat Hafturlaub gewährt wird. Wir versuchen jetzt, diese Aussage schriftlich zu bekommen, damit wir uns keine Sorgen mehr machen müssen.“

Letzte Woche hatte die Organisation „International Campaign for Human Rights in Iran“ [ICHRI] berichtet, dass Mansour Osanloos Familie eine durch sein schweres Herzleiden bedingte Freilassung gegen Kaution angekündigt worden sei. Nachdem die Kaution am Donnerstag Abend hinterlegt wurde, erklärten Gefängnisbeamte der Familie jedoch, dass es sich lediglich um einen Hafturlaub handelt, der nur für die vier nationalen Feiertage gelte. Danach müsse er ins Gefängnis zurückkehren.

Sie sei im Moment froh, ihren Mann überhaupt zu Hause zu haben, so Parvaneh Osanloo. „In den letzten Tagen hat Herr Osanloo nahrhaftes Essen bekommen, und die ganze Familie bemüht sich darum, seinen mentalen Zustand zu stärken.“

Mansour Osanloos Schwester hatte zuvor erklärt: „Am Mittwoch Morgen wurden wir von Gefängnisbeamten kontaktiert, die uns aufforderten, die Kaution für Herrn Osanloos Freilassung zu hinterlegen. Seit diesem Morgen, nachdem wir die Kaution hinterlegt hatten, warteten wir bis 23:30Uhr auf ihn. Dann wurde uns gesagt, dass die Freilassung nicht erfolgen könne und dass wir am nächsten Tag wiederkommen sollten. Am nächsten Tag fuhren wir wieder hin, und Abends endlich kontaktierten sie uns und sagten, er sei frei und wir könnten ihn abholen. Als wir ankamen, sagten sie, er habe lediglich einen Hafturlaub erhalten und müsse nach den vier Feiertagen wieder ins Gefängnis zurück.“

Sicherheitsagenten hatten Mansour Osanloo am 10. Juli 2007 in der Nähe seiner Wohnung verhaftet. Er wurde wegen „regimefeindlicher Propaganda“ zu 5 Jahren Haft verurteilt. Bis auf wenige Monate hat er seine Haftstrafe abgeleistet, und in medizinischen Gutachten wurde ihm mehrfach bescheinigt, dass eine Inhaftierung seine Gesundheit gefährdet. Er wurde wegen drei blockierter Arterien mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert.

Veröffentlicht bei RAHANA am 7. Juni 2011
Quelle (Englisch): http://www.rahana.org/en/?p=11121

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