Tagesarchiv: 8. Juni 2011

„Das Gefängnis von Mashhad ist die Hölle“

Hashem Khastar

ICHRI, 8. Juni 2011 – Hashem Khastar, Chef der Lehrergewerkschaft in Mashhad und Gefangener des Gefängnisses Vakilabad in Mashhad, ist in den Trakt für Mörder und Drogenhändler verlegt worden, nachdem er in einem Brief die unmenschlichen Bedingungen und geheimen Hinrichtungen in Vakilabad offengelegt hatte. In einem Interview mit ICHRI äußerte sich Khastars Ehefrau Sedigheh Maleki besorgt über seine Situation. „Zwei Tage, nachdem Herr Khastar aus dem Trakt für Gewissensgefangene in den für Mörder und andere Schwerkriminelle vorgesehenen Trakt 5 verlegt wurde, bin ich zum Revolutionsgericht gegangen, um herauszufinden, was der Grund für seine Verlegung ist. Einer der Offiziellen dort sagte mir, mein Mann sei wegen seiner Briefe über die Bedingungen in Vakilabad verlegt worden, damit er die Dinge, die sonst noch in diesem Gefängnis passieren, direkt erleben kann. Er sagte mir, ich solle wieder gehen, und sie würden meinen Mann wieder in den Trakt für Gewissensgefangene verlegen. Das ist bisher aber noch nicht passiert.“ Weiterlesen

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Hafturteil gegen Blogger Hossein Derakhshan in zweiter Instanz bestätigt

Hossein Derakhshan

RFE/RL, 8. Juni 2011 – Ein iranisches Berufungsgericht hat die 19,5jährige Haftstrafe gegen den iranisch-kanadischen Blogger Hossein Derakhshan bestätigt. Dies teilte seine Familie Radio Farda von RFE/RL mit. Außerdem darf Derakhshan fünf Jahre lang keine Mitgliedschaft in journalistischen oder politischen Organisationen innehaben.

Verurteilt wurde der wegen seiner Verdienste um die Etablierung des Bloggens in Iran als „iranischer Bloggervater“ bekannte Derakhshan wegen eines Besuches in Israel im Jahre 2006 und seiner Veröffentlichungen. Vorgeworfen werden ihm u. a. Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen, staatsfeindliche Propaganda und Beleidigung religiöser Heiligtümer. Weiterlesen

„Grüner Pfad der Hoffnung“: Vor einer Versöhnung muss die Regierung sich ändern

Ardeshir Amir Arjomand

Zamaaneh, 8. Juni 2011– Nach den Worten Ardeshir Amir Arjomands, eines Sprechers des Koordinationsrates des „Grünen Pfades der Hoffnung“, hat jedes Gespräch über eine nationale Versöhnung erst dann [Sinn], wenn die Regierung ihre Methoden und Vorgehensweisen ändert.

In einem Interview mit der oppositionellen Webseite Kalemeh sagte Amir Arjomand: „Die Führer der Grünen Bewegung haben unterstrichen, dass nationale Einheit und Versöhnung nicht von eigennützigen Verhandlern erreicht werden kann, die sich hinter verschlossenen Türen und in dunklen Hallen treffen. Zur Versöhnung brauch man einen bestimmten Prozess.“

Der Oppositionssprecher legte einige der Voraussetzungen für „klare und konstruktive Gespräche“ dar, so z. B. „die Freilassung von Gefangenen, Anerkennung der begangenen Verbrechen [des Regimes], Lockerung der derzeitigen Atmosphäre der Unterdrückung und Überwachung, Wirkungsfreiheit für Medien und politische Parteien.“ Weiterlesen

Verhaftete Teilnehmer der Trauerzeremonie für Fußballer Naser Hejazi in Abteilung 350 und den Frauentrakt von Evin verlegt

Evin

RAHANA, 8. Juni 2011 – Einige der bei der Trauerzeremonie des (Fußballspielers) Naser Hejazi verhafteten Personen sind in die Abteilung 350 des Evin-Gefängnisses gebracht worden. Ihnen wird vorgeworfen, bei der Veranstaltung Parolen gerufen zu haben, insbesondere Parolen zur Unterstützung der Führer der Grünen Bewegung [damit sind die unter Hausarrest stehenden Oppositionspolitiker Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi gemeint, d. Übers.]. Die fraglichen Parolen lauteten z. B. „Freiheit für Moussavi und Karroubi“ und „Ya Hossein, Mir Hossein“. Weiterlesen

Mehdi Mahmoudian in Einzelhaft verlegt

Mehdi Mahmoudian

RAHANA, 8. Juni 2011 – Mehdi Mahmoudian, Mitglied des Informationsausschusses der [oppositionellen Partei] Partizipationsfront, ist heute Nachmittag in Einzelhaft verlegt worden. Er wurde verhaftet, weil er nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl von 2009 die Gräuel in der Haftanstalt Kahrizak aufgedeckt hatte. Während seiner Haft ist er auf vielfache Weise gequält und schikaniert worden, und zur Zeit leidet er an einer schweren Lungenentzündung. Weiterlesen