Tagesarchiv: 8. Juli 2011

Ayatollah Dastgheib verurteilt Schweigen der iranischen Geistlichkeit

Ayatollah Dastgheib

Zamaaneh, 8. Juli 2011 – Ayatollah Ali Mohammad Dastgheib, ein führender iranischer Geistlicher und Repräsentant im Expertenrat für Shiraz, hat den Expertenrat und Spitzenmitglieder der Geistlichkeit für ihr Schweigen zu den Fehltritten der Regierung scharf kritisiert.

„Warum schweigen führende Mitglieder der Geistlichkeit und Quellen der Nachahmung [Marjas] angesichts so vieler Gesetzesbrüche und Verstöße gegen religiöse Leitlinien bis heute? All diese frommen und religiösen Menschen in den Gefängnissen wollen nur das, was im Koran steht und was in der Verfassung festgeschrieben wurde. Meine guten Herren und Gelehrten, die ihr das Gewand  des Propheten tragt: Mit eurem Schweigen heißt ihr die jetzige Situation gut.“ Weiterlesen

Inhaftierter Student Majid Dorri der Universität verwiesen

Majid Dorri

RAHANA, 7. Juli 2011 – Majid Dorri, der inhaftierte studentische Aktivist, ist der Universität verwiesen worden.

Der Literaturstudent an der Alameh-Tabatabaei-Universität war zuvor mehrmals vom Disziplinarkomitee der Universität vorübergehend vom Studium ausgeschlossen worden. Weiterlesen

Zustand von Hossein Ronaghi Maleki nach Nierentransplantation schlecht

Hossein Ronaghi Maleki (undatiert)

RFE/RL, 8. Juli 2011 – Berichten zufolge soll sich der inhaftierte iranische Blogger und Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi Maleki nach einer Nierentransplantation in einem schlechten Zustand befinden. Dies berichtet Radio Farda von RFE/RL.

Ronaghi Maleki, der im Evin-Gefängnis bei Teheran eine 15jährige Haftstrafe verbüßt, war vor Kurzem operiert worden, nachdem er sich eine Nierenentzündung zugezogen hatte.

Er war am 13. Dezember 2009 im Teheraner Vorort Malekan von Geheimdienstmitarbeitern des Militärs verhaftet worden.

Ahmad Ronaghi, Hosseins Vater, hatte am 6. Juli in einem Interview mit Radio Farda berichtet, dass seine Frau einen Anruf aus dem Gefängnis erhalten habe. Ihr sei mitgeteilt worden, dass Hossein infolge seines schlechten Gesundheitszustandes ins Gefängniskrankenhaus verlegt worden sei. Sie habe ihn dann dazu gedrängt, im Gefängnis vorzusprechen. Weiterlesen