Sorge um inhaftierte Fotografin wächst

Maryam Majd

Zamaaneh, 12. Juli 2011 – Nach Angaben der Kampagne „International Campaign for Human Rights in Iran“ (ICHRI) ist die im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftierte Fotojournalistin Maryam Majd in schlechter gesundheitlicher Verfassung. ICHRI beruft sich auf eine Quelle aus dem nahen Umfeld der Familie Majd.

„Maryam durfte ihre Familie letzte Woche einige Minuten lang sehen, nachdem die Familie 12 Tage lang keinerlei Informationen über sie hatte“, so die zitierte Quelle. „Es schien ihr während des Besuchs nicht gut zu gehen, und sie sagte immer wieder, dass sie nach Hause wolle.“

Majds Mutter hat in einem Brief an die Teheraner Staatsanwaltschaft die Freilassung ihrer Tochter aus der 2 m² großen Zelle gefordert, in der sie festgehalten werden soll.

„Die Offiziellen haben all ihre Sachen von zu Hause mitgenommen und wissen, dass es keine Probleme gab. Auch als die Familie mit dem zuständigen Richter zusammentraf, wurde ihr gesagt, dass Maryam bald freikommen würde“, so die Quelle.

Die Fotografin und Sportjournalistin Maryam Majd war am 21. Juni  kurz vor ihrer Abreise nach Deutschland verhaftet worden. Sie wollte dort über die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen berichten. Der Präsident des Deutschen Bundestages verurteilte ihre Verhaftung und forderte in einem Schreiben an seinen Amtskollegen Ali Larijani Majds umgehende Freilassung.

Auch der deutsche Menschenrechtsbeauftragte Markus Löning hatte gegen die Behandlung Maryam Majds protestiert.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh, 12. Juli 2011

Zur Online-Petition für Maryam Majd

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