Karroubi-Berater Vahedi beantwortet Fragen von Balatarin

Arshama3’s Blog, 15. Juli 2011 – Nach den umstrittenen Äußerungen von Ex-Präsident Mohammad Khatami, der unter dem Vorwand der „nationalen Versöhnung“ die iranische Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, die Fehler der Führung zu verzeihen, ist die Debatte um die Position der Reformer gegenüber dem Regime neu entbrannt. Khatamis Kritiker werfen ihm zurecht vor, er habe nicht nur die Mindestforderungen nach Gerechtigkeit für die Opfer der Proteste nach der gefälschten Präsidentschaftswahl von 2009 verraten. Dasselbe gelte auch für Tausende von politischen Gefangenen, allen voran die Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi, die zusammen mit ihren Ehefrauen seit über 150 Tagen ohne Kontakt zur Außenwelt in ihren Wohnungen inhaftiert sind.

Der eigentliche Anlass für diese Kontroverse sind die bevorstehenden Parlamentswahlen im März 2012 und die Frage nach einer möglichen Teilnahme der oppositionellen Reformer. Inzwischen hat Khatami zwar einen Rückzieher gemacht und seine drei zentralen Bedingungen, nämlich Freilassung aller politischen Gefangenen, Pressefreiheit und freie Wahlen wiederholt, angesichts des Schweigens anderer einflussreicher Reformer bestehen jedoch weiterhin Zweifel an der Glaubwürdigkeit solcher Forderungen. Tatsächlich hat sich innerhalb Irans nur Mostafa Tajzadeh für einen Wahlboykott ausgesprochen – während seines Hafturlaubs.

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