Parliament vertagt Entscheidung über umstrittenes „Polygamie-Gesetz“

Zamaaneh, 27. Juli 2011 – Wieder hat das Parlament die Entscheidung über einen umstrittenen Gesetzesentwurf vertagt. Der Entwurf soll das sogenannte „Familienschutzgesetz“ ergänzen und sieht vor, dass iranische Männer auch ohne Nachweis ausreichender Finanzmittel mehrere Ehefrauen haben dürfen.

Wie die Webseite Khaneh Mellat unter Berufung auf den Abgeordneten Moussa Ghorbani berichtet, wurde die 23.  Novellierung des Familienschutzgesetzes von der Agenda des Parlaments gestrichen und soll zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden.

Die Gesetzesvorlage war vor vier Jahren vorgestellt und nach hartnäckigen Protesten von Frauenrechtsgruppen zu den Akten gelegt worden. Im vergangenen Jahr nahm das Parlament die Vorlage jedoch wieder auf, was den erneuten Protest von Bürgerrechts- und Frauengruppen auf den Plan rief.

Auch der führende schiitische Geistliche Ayatollah Youssef Sanei hat sich gegen den Gesetzentwurf und die Praktizierung der Polygamie im Allgemeinen ausgesprochen.

Die Vielehe ist Männern in der Islamischen Republik zur Zeit dem Gesetz nach erlaubt, allerdings müssen Männer nachweisen, dass sie über genug Mittel verfügen, um mehrere Haushalte ausreichend und gleichberechtigt unterhalten zu können.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh, 27. Juli 2011
Originaltitel: Iranian Parliament omits controversial family law bill

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