Große Sorge um die Sicherheit des entführten Menschenrechtsaktivisten Kouhyar Goodarzi

Kouhyar Goodazi, Parvin Mokhtare

IHR, 16. August 2011 – Mehr als 2 Wochen nach der Entführung des Menschenrechtsaktivisten Kouhyar Goodarzi durch unbekannte Agenten in Zivil gibt es noch immer keine offizielle Bestätigung  zu seiner Situation und seinem Aufenthaltsort.

Am 6. August hatte IHR einen Bericht über die mögliche Verhaftung Kouhyar Goodarzis und seiner Mutter Parvin Mokhtare veröffentlicht.

Wenige Tage später berichtete CHRR (Committee of Human Rights Reporters), dass Parvin Mokhtares Schwester sie im Zentralgefängnis von Kerman besucht habe, wo Parvin zusammen mit Straffälligen festgehalten werde. Berichten zufolge erzählte sie ihrer Schwester, dass am 1. August 2011 vier Agenten in Zivil über die Außenwand ihres Hauses in ihre Wohnung eingedrungen seien und sie ohne Vorlage eines Haftbefehls festgenommen hätten. Dann wurde sie in den Frauentrakt des Zentralgefängnisses Kerman gebracht. Kouhyar Goodarzis Mutter berichtete, dass die Sicherheitsbeamten in Kerman ihr gesagt hätten, ihr Sohn sei in Evin inhaftiert.

Inoffiziellen Quellen zufolge soll Kouhyar in Abteilung 240 von Evin in Einzelhaft gehalten werden. Es gibt jedoch keine offiziellen Angaben über seinen Aufenthaltsort und den Grund für seine Verhaftung.

IHR verurteilt die ungesetzliche Verhaftung und Entführung Kouhyar Goodarzis und seiner Mutter Parvin Mokhtare aufs Schärfste.

IHR-Sprecher Mahmood Amiri-Moghaddam ist zutiefst beunruhigt über Kouhyar Goodarzis Situation. „Wir fürchten um seine Sicherheit und rufen die internationale Gemeinschaft auf, sich umgehend für die Freilassung Kouhyar Goodarzis und seiner Mutter einzusetzen. Die Weltgemeinschaft muss die willkürlichen Verhaftungen der iranischen Behörden verurteilen.“

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Iran Human Rights, 16. August 2011

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Bitte unterstützen Sie die Online-Petition für Kouhyar Goodarzi. Danke!

Anm. d. Übers.:
Auf einer der Facebook-Gruppen, die sich für Koohyar Goudarzi einsetzen, wird dazu aufgerufen, an die Redaktion des „Spiegel“ zu schreiben und darum zu bitten, dass der Spiegel sich für Koohyar und seine Mutter einsetzt. Hintergrund ist die Veröffentlichung von Tagebuch-Äußerungen Koohyars und einem Interview mit ihm im „Spiegel“ vor einigen Tagen, die möglicherweise Auslöser für die Verhaftung waren:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79652719.html
http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,776787-2,00.html

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