Im Teheraner Basar drohen Streiks und Proteste

Zamaaneh, 29. August 2011 – Am Teheraner Basar droht es weiterhin zu Streiks zu kommen. Berichten zufolge sollen bei einer Demonstration gegen neue Steuergesetze am Samstag mindestens 16 Menschen verhaftet worden sein.

Wie die oppositionelle Webseite Kalemeh berichtet, verhafteten Sicherheitskräfte die Demonstranten unter dem Vorwurf der „Anstachelung der Kaufleute und Ladenbesitzer zu Protesten und dem Skandieren von Parolen“.

Seit etwa einem Monat streiken die Tuchhändler des Teheraner Basars wegen neuer Mehrwertsteuerrichtlinien der Regierung.

Die Tuchhändler hatten sich am Samstag im Basar versammelt und waren von dort aus zu den Gold-, Schuh- und Bekleidungshändlern gezogen, um die Unterstützung aller Händler einzufordern. Diejenigen, die dem Aufruf Folge leisteten, sollen Berichten zufolge als Zeichen der Solidarität die Lichter in ihren Geschäften ausgeschaltet und ihre Geschäfte oder Stände geschlossen haben.

Die Regierung hat mitgeteilt, sie werde keinerlei Verhandlungen führen, bevor die Händler ihre Geschäfte wieder öffnen. Außerdem drohte die Regierung [den streikenden Händlern] mit dem Entzug der Handelslizenzen.

Auch im vergangenen Jahr hatten die Händler des Teheraner Basars ihre Stände und Läden aus Protest gegen neue Steuerrichtlinien geschlossen. Die Proteste hatten sich auf Basare in Tabriz und Isfahan ausgedehnt, bis es schließlich zu einer Übereinkunft mit der Regierung kam.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh, 29. August 2011

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