PJAK ruft zu Waffenstillstand auf

Oberst Hamid Ahmadi

Zamaaneh, 5. September 2011 – Oberst Hamid Ahmadi, Kommandant der iranischen Revolutionsgarden, hat die Forderung der Partei „Freies Leben Kurdistan“ (PJAK) nach einem Waffenstillstand mit der Begründung zurückgewiesen, ein solcher sei unter den gegenwärtigen Umständen „bedeutungslos“.

Die Partei „Freies Leben Kurdistan“ befindet sich im Nordwesten des Landes seit mehreren Monaten in einem bewaffneten Konflikt mit den iranischen Revolutionsgarden. Gestern hatte sie auf ihrer Webseite Bereitschaft zu einem  Waffenstillstand signalisiert.

„Im jetzigen Stadium des Konflikts haben wir uns vor dem Hintergrund angeblicher Forderungen, die von Mittlern zwischen PJAK und Iran ausgetauscht wurden, sowie basierend auf unseren friedlichen Überzeugungen entschlossen, einen Waffenstillstand zu erklären“, heißt es in der Erklärung. „Wenn die iranische Regierung unsere Entscheidung akzeptiert und einen Waffenstillstand erklärt, wird unser Beschluss am Mittag des 5. September in Kraft gesetzt werden. Anderenfalls wird die Islamische Republik für alle künftigen Ereignisse verantwortlich sein. Wir hoffen, dass unsere Entscheidung Frieden, Stabilität und eine demokratische Lösung aller Probleme fördern wird.“

Oberst Ahmadi erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Fars News, PJAK habe diesen Schritt gemacht, weil ihre Kräfte geschlagen seien. „Mehr als alles andere wünschen wir uns, dass sie sich von unseren Grenzen zurückziehen. Dann können wir Gespräche beginnen. Die Regionalregierung Kurdistans muss erklären, dass sie ihre Truppen aus Iran abzieht. Wenn dies geschieht, werden wir reagieren. Anderenfalls kann es von uns keine Antwort geben.“

Am Samstag hatten die Revolutionsgarden mitgeteilt, dass sie die Angriffe gegen PJAK nach einer von der Regionalregierung des irakischen Kurdistan erbetenen einmonatigen Gnadenfrist aus Anlass des heiligen muslimischen Fastenmonats Ramadan wieder aufgenommen hätten. Man habe PAJAK die Gelegenheit gegeben, die Region zu verlassen und alle Operationen einzustellen. Nach Wiederaufnahme der Angriffe hat es nach Angaben des IRGC auf der Seite der PJAK 30 Tote gegeben.

PJAK kämpft eigenen Angaben zufolge für die Rechte der kurdischen Minderheit, die von der Islamischen Republik seit langem unterdrückt wird. Iran hingegen betrachtet die Gruppe als eine von den USA und Israel finanzierte Terrororganisation.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh, 5. September 2011

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