Iranischer Präsident fordert Syriens Präsidenten Assad zur Mäßigung auf

Szene aus einem Video, das nach Angaben von Aktivisten zeigt, wie als Soldaten gekleidete regimetreue Kräfte eine Leiche mit Tritten traktieren (Homs, 5. September)

RFE/RL, 8. September 2011 – Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat seinen syrischen Amtskollegen Bashar Al Assad aufgefordert, das brutale Vorgehen gegen die syrischen Proteste einzustellen und Gespräche mit der Opposition zu beginnen.

Dies erklärte Ahmadinejad in einem Interview mit dem portugiesischen Sender Radioteleviao Portuguesa.

Iran, einer der wichtigsten Verbündeten Syriens, hatte die Vereinigten Staaten und Israel beschuldigt, die mehr als fünfmonatigen Proteste in Syrien angezettelt zu haben. Die Vereinigten Staaten wie auch andere Länder werfen Iran vor, Assad bei der Zerschlagung der Aufstände zu helfen.

Der französische Außenminister Alain Juppé hatte zuvor in Moskau bei Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lavrov dem Regime Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Im vergangenen Monat hatten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Portugal und die Vereinigten Staaten einen Resolutionsentwurf für Sanktionen gegen Assad und seine Verbündeten in Umlauf gebracht. Russland und China hatten Bedenken gegen das Dokument angemeldet. Auch nach Juppés Gesprächen mit Lavrov waren keine Anzeichen für eine Änderung der Position Russlands erkennbar.

Die syrischen Kräfte setzen unterdessen ihr brutales Vorgehen gegen Demonstranten fort. Am 7. Dezember wurden in der Stadt Homs mindestens 20 Zivilisten getötet, als Truppen mit Hilfe von Panzern in Stadtteile eindrangen.

Gleichzeitig kündigte die Arabische Liga für den 10. September einen Besuch ihres Generalsekretärs in Syrien an. Arabische Außenminister wollen nächste Woche zusammenkommen, um ihre Besorgnis über die Gewalt in Syrien zu formulieren.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Ausbruch der Proteste gegen das herrschende Regime Mitte März mehr als 2000 Menschen in Syrien getötet worden.

Zusammengestellt aus Agenturberichten

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Free Europe/Radio Liberty, 8. September 2011

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