Mohseni Ejei: 19 Verhaftungen im Zusammenhang mit Finanzbetrugsfall

Mohseni Ejei

Zamaaneh, 19. September 2011 – Wie der iranische Generalstaatsanwalt mitteilt, sind im Zusammenhang mit dem 3-Milliarden-Dollar-Bankbetrug 19 Personen verhaftet worden. Nach Angaben des Geheimdienstministeriums wurde ein Teil des Geldes bereits ins Ausland  verbracht, wird aber wieder nach Iran zurückkehren.

Iranischen Medienberichten zufolge hat Mohseni Ejei, der die Untersuchungen in dem Betrugsfall leitet, gestern in Khuzestan mitgeteilt, dass 19 Menschen verhaftet und mehrere Verdächtige mit einem Ausreiseverbot belegt wurden. „Andere, die versucht haben könnten, eine Rückgabe der Mittel zu vermeiden, dürfen keine Transaktionen mehr ausführen, und ihre Konten wurden eingefroren.“

Diese Äußerungen folgten unmittelbar nach einem Treffen zwischen dem Parlament, dem Finanzminister und den Chefs der Zentralbank bzw. der Nationalen Rechnungsprüfungsinstitutionen, das hinter verschlossenen Türen stattfand.  Nach dem Treffen erklärten Abgeordnete, sie seien mit den dem Parlament vorgelegten Erklärungen nicht zufrieden.

In den letzten Wochen war die Nachricht über betrügerische Hinterziehung von Darlehen und Kreditlinien durch iranische Banken bekannt geworden. Der Betrug soll in einer Zweigstelle der Bank Saderat in Khuzestan seinen Anfang genommen haben.

„Einer der effektiven Schritte des Justizministeriums der Provinz Khuzestan bestand in dem Versuch einer Identifizierung der Wege, die die veruntreuten Mittel genommen haben, und der Verhinderung ihrer Verbringung ins Ausland“, so Ejei weiter. „Es ist möglich, dass ein Teil dieses Geldes in Form von Zahlungen für den Kauf von Ausstattung und Gebühren für Fabriken ins Ausland transferiert worden ist. Wir haben aber noch keine Beweise für eine Überweisung von Summen an ausländische Konten gefunden.“

Finanzminister Shamseddin Hosseini hatte gestern mitgeteilt, dass der Hauptverdächtige dieses Betrugsfalles verhaftet worden sei. Er hatte außerdem Äußerungen von Zentralbankchef Mahmoud Bahmani bestätigt, denenzufolge kein Geld ins Ausland verbracht worden sei.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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