Tagesarchiv: 19. Oktober 2011

Sieben Baha’is zu insgesamt 30 Jahren Haft verurteilt

RAHANA, 19. Oktober 2011 – Ein Revolutionsgericht hat sieben Verwaltungsmitarbeiter und Professoren des Baha’i Institute for Higher Education (BIHE) zu insgesamt 30 Jahren Haft verurteilt.

RAHANA zufolge ergingen die Urteile durch Abteilung 28 des Revolutionsgerichts unter Vorsitz von Richter Moghiseh. Begründet wurden sie mit „Mitgliedschaft in der Gemeinschaft der Baha’i“. Weiterlesen

Abgeordnete nehmen geplante Anhörung des Präsidenten wieder auf die Agenda

Mahmoud Ahmadinejad

Zamaaneh, 19. Oktober 2011 – Das iranische Parlament will über eine Anhörung des Präsidenten erneut beraten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars News erklärte der stellvertretende Parlamentspräsident Mohammadreza Bahonar am Mittwoch, das Vorhaben werde nächste Woche nochmals behandelt.

Zuvor hatten mehrere Abgeordnete erneut gefordert, bezüglich der Anhörung aktiv zu werden. Weiterlesen

Faranak Farid nach 42 Tagen Haft gegen Kaution freigelassen

Faranak Farid

RAHANA, 19. Oktober 2011 – Nach 42 Tagen Haft ist die aserbaidschanische Dichterin, Übersetzerin und Frauenrechtlerin Faranak Farid gegen eine Kaution in Höhe von 1 Million Toman freigelassen worden.

Sie war am 3. September in Tabriz festgenommen worden, wo [an diesem Tag] Demonstrationen gegen die Austrocknung des Urmia-Sees stattfanden. Ihre Familie hatte angegeben, dass Faranak Farid bei ihrer Festnahme von Sicherheitskräften brutal geschlagen wurde und ernste Verletzungen am Ohr und am Ellenbogen davontrug.

Faranak Farid ist Mitglied der Kampagne „Eine Million Unterschriften“ [gegen frauendiskriminierende Gesetze] und engagiert sich in [der Provinz] Aserbaidschan für Frauenrechte. Sie hat mehrere Bücher verfasst, ist Übersetzerin und Herausgeberin der Frauenrubrik der verbotenen Monatszeitschrift Dilmaj.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: RAHANA
Persisch: http://www.rahana.org/archives/45314

Lange Haftstrafen gegen politische Aktivisten verhängt

RAHANA, 19. Oktober 2011 – Drei politische Aktivisten sind zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Arash Najbaei wurde wegen Versammlung und Verdunkelung zur Störung der nationalen Sicherheit, Aufbau eines Geschichtsclubs und Betreiben regimefeindlicher Propaganda zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er war am 19. Februar verhaftet worden und verbrachte zwei Monate im Gefängnis.

Masoud Sadeghi wurde wegen Versammlung und Verdunkelung zur Störung der nationalen Sicherheit, Aufbau eines Geschichtsclubs, regimefeindlicher Propaganda und Beleidigung des obersten Führers zu 6 Jahren Haft sowie wegen Präsidentenbeleidigunt zu 74 Peitschenhieben verurteilt. Er war nach den Protesten vom 14. Februar verhaftet worden und verbrachte ebenfalls zwei Monate im Gefängnis.

Der seit 10 Monaten inhaftierte aserischstämmige Souran Alipour wurde wegen Kollaboration mit religiösen Bewegungen ebenfalls zu sechs Jahren Haft verurteilt. Zur Zeit wird er im Gefängnis Rajai Shahr festgehalten.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: RAHANA
Persisch: http://www.rahana.org/archives/45369

Inhaftierte Anwältin darf keinen Besuch empfangen

Nasrin Sotoudeh

Zamaaneh, 19. Oktober 2011 – Die inhaftierte iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh darf keinen Gefängnisbesuch mehr erhalten, weil sie sich weigert, im Gefängnis den Tschador zu tragen.  Ihr Ehemann berichtet, dass er und die beiden Kinder vergangene Woche nicht zu ihr vorgelassen worden seien, weil sie kein Besuchsrecht mehr habe.

Sotoudeh habe sich geweigert, zusätzlich zum regulären hijab (Kopftuch und Tunika) einen Tschador zu tragen, da dies ihre Rechte verletze. Weiterhin habe sie erklärt, dass politische Gefangene nicht dazu verpflichtet werden dürften, die Gefängnisuniform zu tragen, die reguläre Gefangene tragen können. Weiterlesen