Inhaftierte Anwältin darf keinen Besuch empfangen

Nasrin Sotoudeh

Zamaaneh, 19. Oktober 2011 – Die inhaftierte iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh darf keinen Gefängnisbesuch mehr erhalten, weil sie sich weigert, im Gefängnis den Tschador zu tragen.  Ihr Ehemann berichtet, dass er und die beiden Kinder vergangene Woche nicht zu ihr vorgelassen worden seien, weil sie kein Besuchsrecht mehr habe.

Sotoudeh habe sich geweigert, zusätzlich zum regulären hijab (Kopftuch und Tunika) einen Tschador zu tragen, da dies ihre Rechte verletze. Weiterhin habe sie erklärt, dass politische Gefangene nicht dazu verpflichtet werden dürften, die Gefängnisuniform zu tragen, die reguläre Gefangene tragen können.

Männliche politische Gefangene sind nicht zum Tragen der Uniform verpflichtet und dürfen ihre eigene Kleidung tragen.

Im September hatte die Justiz verlautbaren lassen, dass das vorgeschriebene Tragen des Tschadors vor Gericht für Frauen aufgehoben worden sei.

Nasrin Sotoudeh wurde für ihre Verbindungen zum Zentrum für Menschenrechte sowie ihren Einsatz für politische Gefangene als Anwältin wegen “Gefährdung der nationalen Sicherheit und [regimefeindlicher] Propaganda” zu 6 Jahren Haft und einem 10jährigen Berufsverbot als Juristin verurteilt.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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