Tagesarchiv: 22. Oktober 2011

Arbeiteraktivist Ayat Niafar festgenommen

GVF, 22. Oktober 2011 – Berichten zufolge soll ein iranischer Arbeiteraktivist verhaftet worden sein.

Wie die Unabhängige Iranische Arbeitergewerkschaft mitteilt, wurde Ayat Niafar am Montag, dem 17. Oktober, an einer Teheraner Metrostation von Sicherheitskräften verhaftet. Zudem sollen seine Wohnung  durchsucht und persönliche Gegenstände beschlagnahmt worden sein.

Nach Berichten von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) wird Ayat Niafar zur Zeit im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Green Voice of Freedom

Mindestens 14 Menschen im Gefängnis Vakilabad hingerichtet

RAHANA, 22. Oktober 2011 – Nach Berichten der Organisation „International Campaign for Human Rights in Iran“ (ICHRI) sind im Gefängnis Vakilabad in Mashhad mindestens 14 wegen Drogenvergehen verurteilte Personen hingerichtet worden. Es gibt Hinweise darauf, dass in der zweiten Jahreshälfte mindestens zwei weitere Massenhinrichtungen in Iran stattgefunden haben, allerdings sind keine näheren Informationen verfügbar. Weiterlesen

Frauenrechtlerin Maryam Ghorbanifar erhält drei Jahre Haft

Maryam Ghorbanifar

RAHANA, 22. Oktober 2011 – Der Anwalt der iranischen Frauenrechtlerin Maryam Ghorbanifar ist über die gegen seine Klientin verhängte dreijährige Haftstrafe in Kenntnis gesetzt worden.

Nach Angaben von RAHANA wurde Ghorbanifar wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit sowie Versammlung und Verschwörung gegen das Regime verurteilt. Sie war im Februar verhaftet und bis zu ihrer Freilassung gegen Kaution in Einzelhaft gehalten und verhört worden.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: RAHANA
Persisch: http://www.rahana.org/archives/45424

Unsichtbare Iraner

Huffington Post, 30. September 2011 – von Roya Borumand – An manchen Tagen sehne ich mich nach der Zeit zurück, als es kein Internet gab, und Informationen über tragische Ereignisse schwer zu überprüfen waren und uns nur langsam erreichen. Wir fühlten uns entmutigt, und tatsächlich waren wir machtlos, aber heute verleiht uns unsere Informiertheit nicht unbedingt mehr Macht.

Im Zeitalter der Kommunikation bewegen sich Nachrichten schnell, und Fälle von Menschenrechtsverletzungen im Iran mögen sogar Interesse wecken, wenn sie nicht gerade mit Berichten über Irans nukleare Ambitionen konkurrieren, und wenn die Opfer bekannt sind oder besonders grausam behandelt werden (zum Beispiel bei einer Steinigung). Es ist jedoch viel schwieriger, das Interesse der Medien für die normalen Bürger zu gewinnen, die unter jeder repressiven Regierung den Stützpfeiler des Widerstandes bilden und deren Weigerung, sich unterzuordnen, besonders hart bestraft wird. Denn sie sind unbekannt und daher unsichtbar. Weiterlesen