Monatsarchiv: November 2011

Sorge um iranischen Journalisten in Einzelhaft wächst

Amirali Alamehzadeh

Zamaaneh, 30. November 2011 – Der inhaftierte iranische Journalist Amirali Alamehzadeh soll nach Angaben seiner Schwester im Gefängnis unter starken Druck gesetzt werden.

Zeynab Alamehzadeh sagte gegenüber der Menschenrechtsseite „International Campaign for Human Rights in Iran“ (ICHRI): „Wir möchten, dass sein Fall die normalen juristischen Verfahren durchläuft, weil wir den Äußerungen meines Bruders entnehmen, dass seine Situation nicht gut ist.“

ICHRI hatte zuvor unter Berufung auf eine weitere Quelle aus dem Umfeld des inhaftierten Journalisten berichtet, Alamehzadeh werde „unter Druck gesetzt und gefoltert, damit er falsche Geständnisse ablegt“. Weiterlesen

Demonstranten in Iran attackieren britische Botschaft

Zamaaneh, 29. November 2011 – Die britische Botschaft in Teheran ist heute von Demonstranten angegriffen und besetzt worden.

Iranischen Medienberichten zufolge wurde die Demonstration von einer Gruppe „Studenten“ [Anführungszeichen stammen von der Übersetzerin] vor der Botschaft initiiert. Es wurden Erklärungen verlesen, in denen Großbritannien verurteilt wurde. Dann drangen die Demonstranten auf das Botschaftsgelände vor und besetzten die Botschaft. Sie holten die britische Flagge ein, verbrannten sie und ersetzten sie durch die Flagge der Islamischen Republik.

Berichten zufolge sollen auch Molotovcocktails und Steine auf das Gebäude geflogen sein; ein kleineres Gebäude hinter dem Haupteingang soll gebrannt haben. Weiterlesen

9 Hinrichtungen wegen Drogen- und Vergewaltigungsdelikten

Zamaaneh, 29. November 2011 – In Iran sind heute 9 Menschen gehängt worden. Damit erreich die Zahl der in den letzten Tagen Hingerichteten 21.

Nach  Berichten der kurdischen iranischen Nachrichtenagentur Mokrian wurden acht Gefangene des Zentralgefängnisses von Kermanshah heute auf einem zentralen Platz der Stadt gehängt. Sechs von ihnen waren wegen Drogenvergehen verurteilt, zwei wegen Vergewaltigung. Weiterlesen

Journalist Mohamad Nourizad: „Ich soll den Mund halten, oder sie werden sich um mich und meine Familie kümmern“

Mohammad Nourizad

Jaras, 25. November 2011 – In seinem 12. Brief an den iranischen obersten Führer Ayatollah Khamenei hat der iranische Journalist und Dokumentarfilmer Mohammad Nourizad beschrieben, wie Zivilagenten versuchten, ihn mit Drohungen zum Schweigen zu bringen.

Nourizad war am 20. Dezember 2009 verhaftet worden, weil er Briefe geschrieben und veröffentlicht hatte, in denen er Khamenei und das Vorgehen des Regimes gegen die Proteste nach der Präsidentschaftswahl vom Juni 2009 kritisiert hatte. Im Mai 2011 war er aus dem Gefängnis freigekommen.

Es folgen Auszüge aus Nourizads letztem Brief an Khamenei. Weiterlesen

Inhaftierter Arbeiteraktivist Reza Shahabi im Hungerstreik

Reza Shahabi

Zamaaneh, 25. November 2011 – Der iranische Arbeiteraktivist Reza Shahabi hat aus Protest gegen den weiterhin ungeklärten juristischen Status seines Falles im Gefängnis einen Hungerstreik begonnen.

Wie die Webseite der Gewerkschaft der [Teheraner Busbetriebe] Vahed berichtet, ist Shahabi seit mehr als 15 Monaten inhaftiert, ohne dass sich in seinem Fall Bewegung abzeichnet.

Shahabi soll an ernsten Erkrankungen der Nieren und der Wirbelsäule leiden. Weiterlesen