Vorwürfe gegen Chef einer staatlichen Zeitung

Zamaaneh, 7. November 2011 – Ali Akbar Javanfekr, Chef der staatlichen Zeitung „Iran“, ist von der Pressejury für „schuldig“ erklärt worden.

Die Iranische Pressejury teilte der Nachrichtenagentur Mehr News am Sonntag mit: „Ali Akbar Javanfekr, Direktor der Tageszeitung Iran, ist für schuldig befunden worden, in der Sonderausgabe Khatoon Material veröffentlicht zu haben, das gegen islamische Prinzipien verstößt.“ Die Pressejury sei zu dem einstimmigen Urteil gelangt, dass Javanfekr sich der „Verachtung und Beleidigung des weiblichen Geschlechts“ schuldig gemacht habe.

In der besagten Sonderausgabe vom 1. August hatte die Zeitung eine Serie über die islamischen Kleidervorschriften (hijab) und den Platz der Frau im Islam veröffentlicht.

Mehrere konservative Persönlichkeiten hatten sich gegen Artikel ausgesprochen, die restriktiven Bekleidungszwängen für Frauen kritisch gegenüber stehen. Einige Artikel hatten sich auch kritisch mit dem Einsatz von Moralpolizei auf den Straßen der Stadt auseinandergesetzt.

Der Teheraner Staatsanwalt Abbas Jafari Dowlatabadi klagte Javanfekr der „Verletzung der öffentlichen Sitten und Moral“ an.

Javanfekr verteidigte die Sonderausgabe Khatoon und bezeichnete das Vorgehen gegen ihn als „verächtliche und unfaire Aktionen einer politischen Strömung, die mit Lügen und Konstruktion von Gesetzen vorgibt, prinziplistisch zu sein“.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

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