Tagesarchiv: 7. Dezember 2011

Karroubi mit Familie zusammengetroffen

Mehdi Karroubi

GVF, 7. Dezember 2011–  Der iranische Oppositionsführer Mehdi Karroubi durfte zum dritten Mal seit Beginn seines Hausarrest Mitte Februar mit seiner Familie zusammentreffen.

Am Samstag Nachmittag wurde Karroubi in seine Privatwohnung gebracht, wo er seine Familie traf. Dies berichtet sein Sohn Mohammad Hossein Karroubi auf der offiziellen Webseite Saham News der von seinem Vater angeführten Partei „Nationales Vertrauen“. Weiterlesen

Inhaftierter Arbeiteraktivist Reza Shahabi seit 14 Tagen im Hungerstreik

Reza Shahabi

RAHANA, 7. Dezember 2011 – Der inhaftierte Arbeiteraktivist Reza Shahabi befindet sich seit mehr als 2 Wochen im Hungerstreik, ohne dass es Informationen über seine Situation gibt.

Das Gewerkschaftsmitglied Reza Shahabi befindet sich sei fast 19 Monaten in Haft im Evin-Gefängnis. Er protestiert mit seinem Hungerstreik gegen den Umstand, dass er ohne klare Anklage festgehalten wird. Weiterlesen

Iran blockiert die gestern online gegangene „virtuelle US-Botschaft“

Zamaaneh, 7. Dezember 2011 – Die virtuelle US-Botschaft in Teheran ist heute, einen Tag nach ihrer Inbetriebnahme, von iranischen Behörden blockiert worden.

Die auf Persisch und Englisch verfügbare Webseite ist nach Angaben internationaler und iranischer Medien heute nicht erreichbar gewesen.

Auf der von Washington eingerichteten Seite der Virtuellen Botschaft waren u. a. Informationen zur Beantragung von Einreisevisa für die USA und zur Bewerbung an amerikanischen Universitäten bereit gestellt worden. Gestern war die Online-Vertretung der Vereinigten Staaten mit einer Videobotschaft der US-Außenministerin Hillary Clinton eröffnet worden. Clinton erklärte darin, der Schritt sei als Mittel zur Wiederherstellung des über die Jahrzehnte des diplomatischen Schweigens zwischen den beiden Ländern zum Erliegen gekommenen Dialoges gedacht.

Die US-Botschaft in Teheran ist seit der Revolution von 1979 geschlossen. Damals hatten iranische Revolutionäre die Botschaft besetzt und amerikanische Diplomaten als Geiseln genommen.

Clinton bezeichnete die Online-Vertretung der USA als „Bemühung um ein größeres Verständnis zwischen den beiden Nationen“.

Der Vorsitzende der parlamentarischen Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik, Alaeddin Boroujerdi, wies die Forderung der USA nach Respektierung der Rechte iranischer Bürger zurück und erklärte: „Dass die USA den Verkauf von Treibstoff für Passagierflugzeuge an Iran sanktionieren, ist eine Kriegserklärung an das iranische Volk, nicht an die iranische Regierung. Es zeigt, dass die USA sich nicht um die iranischen Bürger scheren.“

Ein anderes Kommissionsmitglied bezeichnete die Virtuelle Botschaft als einen offiziellen Aufruf zur „Rekrutierung von Spionen für die USA“.

Das iranische Establishment hatte den Schritt der USA auch als Taktik zur Spaltung des iranischen Volkes von der Regierung bezeichnet.

Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Radio Zamaaneh

Link zur „Virtuellen Botschaft“