Tagesarchiv: 20. Dezember 2011

Iranische Journalisten verurteilen Verhaftung Hassan Fathis

Hassan Fathi

Zamaaneh, 20. Dezember 2011 – 100 iranische Journalisten haben in einer Eklärung die Verhaftung ihres Kollegen Hassan Fathi durch iranische Behörden verurteilt.

In einem heute abgegebenen Statement erklären die Unterzeichner, Fathi sei ohne offizielle Erklärung zu den gegen ihn vorliegenden Vorwürfen verhaftet worden. Seine Verhaftung solle lediglich „anderen eine Lehre“ sein, damit sie sich von den Medien fernhalten.

Fathi war am 12. November in Teheran nach einem Interview mit dem persischsprachigen Sender der BBC festgenommen worden. In dem Interview hatte er über die rätselhafte Explosion in einem Waffenlager der Revolutionsgarden im Westen der Hauptstadt gesprochen. Weiterlesen

Ex-Präsident Khatami: Teilnahme an Parlamentswahl „sinnlos“

Mohammad Khatami

Zamaaneh, 20. Dezember 2011 – Nach Ansicht des frühreren iranischen Präsidenten Mohammad Khatami hat sich die politische Situation in Iran nicht ausreichend verbessert, um eine Teilnahme der Reformer an den bevorstehenden Parlamentswahlen zu rechtfertigen.

In einem kurzen Presseinterview teilte Khatami am Montag mit: „Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass wir von einer Teilnahme an der Wahl absehen sollten. Daher wäre es sinnlos, sich an der Wahl zu beteiligen [d. h. Kandidaten zu stellen, d. Übers.]„.

„Meine Meinung dazu ist dieselbe wie die des Koordinationsrates der Reformfront, die mitgeteilt hat, dass die Reformer für die kommenden Wahlen weder eine Kandidatenliste vorlegen können, noch dies tun sollten“, fügte Khatami hinzu. Weiterlesen

Parlamentswahl in Iran 2012: „Koordinationsrat“ ruft zum Wahlboykott auf

Zamaaneh, 20. Dezember 2011 – Der „Koordinationsrat des Grünen Pfades der Hoffnung“, die wichtigste iranische Reformorganisation *), hat zum Boykott der bevorstehenden Parlamentswahl aufgerufen.

Der Koordinationsrat trat in Erscheinung, nachdem Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi, die beiden reformorientierten Kandidaten der umstrittenen Präsidentschaftswahl von 2009, im Februar dieses Jahres unter Hausarrest gestellt und von jedem Kontakt mit der Außenwelt abgeschnitten worden waren. Weiterlesen

UN verurteilt Menschenrechtsverstöße in Iran

Zamaaneh, 20. Dezember 2011 – Die UN-Generalversammlung hat in einer Resolution die ernsten Menschenrechtsverstöße in Iran – darunter „Auspeitschung, Amputationen und vermehrte Hinrichtungen“ – verurteilt. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge verabschiedete die UN am Montag eine Resolution, in der die „ernsten und anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Iran“ verurteilt werden. Die von Kanada initiierte Resolution wurde mit 89 zu 30 Stimmen bei 64 Enthaltungen angenommen.

Die Resolution befasst sich außerdem mit den Problemen ethnischer und religiöser Minderheiten wie Kurden, Aseris, Araber, Baluchen, Baha’is, Christen, Juden, Derwische, Sunniten und Zoroastrier. Weiterlesen

Anwalt fordert Freilassung des inhaftierten Arbeiteraktivisten Reza Shahabi

Reza Shahabi

Zamaaneh, 20. Dezember 2011 – Der Anwalt des inhaftierten Arbeiterkaktivisten Reza Shahabi hat den undefinierten juristischen Status seines Klienten kritisiert und dessen Freilassung gefordert. Der Nachrichtenagentur ISNA gegenüber erklärte Massoud Shafii heute, sein Klient sei seit Juni dieses Jahres nicht vor Gericht geladen worden.

Shahabi, ein Mitglied der Busfahrergewerkschaft Sherkat-e Vahed, protestiert seit Wochen mit einem Hungerstreik gegen seinen ungeklärten Status. Weiterlesen